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Die Diagnose einer Brusterkrankung im Frühstadium

Vorsorgeuntersuchungen zur Erkennung von bösartigen Tumoren der Brust (Mammakarzinom). Viele Menschen haben Angst vor dieser Krankheit und verdrängen die Möglichkeit von Vorsorgeuntersuchungen. Die Konsequenz daraus ist, dass leider viel zu wenig Frauen die Möglichkeit einer kostenlosen Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen. Nur etwa 35 Prozent der Frauen über 20 Jahre folgen dem Rat der Ärzte und nehmen an jährlichen Vorsorgeuntersuchungen teil. Dies ist eine erschreckende Zahl, denn gerade im Krebsfrühstadium sind die Heilungschancen besonders günstig. Der Brustkrebs ist dabei das häufigste Krebsleiden bei Frauen, mit 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland.

Nicht jeder Brusttumor ist bösartig
Nur etwa ein Viertel aller Brusttumore ist bösartig. Der Rest sind gutartige Geschwülste, die in der Regel vom Bindegewebe oder vom Drüsengewebe gebildet werden. Manchmal bilden sich auch Zysten, dass sind Hohlräume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind und die ebenfalls zu den gutartigen Veränderungen der Brust gehören. Das Krebsrisiko bei der Frau steigt vom 30. bis zum 75. Lebensjahr stetig an. Übergewicht und regelmäßiger Alkoholkonsum erhöhen das Risiko weiter. Sport und eine bewusste Ernährung verringern das Risiko.

Die klinische Diagnose von Brusterkrankungen
Bei einem Verdacht auf Brustkrebs stehen unterschiedliche Diagnoseverfahren zur Verfügung. Einige, die in unserem interdisziplinären Brustzentrum durchgeführt werden, haben wir Ihnen an dieser Stelle aufgelistet und erklärt. Sollten Sie Fragen haben, so stehen Ihnen unsere Ärzte gerne zur Verfügung.

Die Mammographie
Bei der Mammographie handelt es sich um eine Röntgenaufnahme, bei der die Brust vorsichtig von einer Acrylglasplatte zusammengedrückt wird. Durch dieses Zusammendrücken werden Bewegungsunschärfen verhindert. Die Mammographie ist schmerzfrei und die einzige Technik, mit dem auch so genannter Mikrokalk, ein frühes Zeichen von Erkrankungen der Milchgänge oder auch des Milchgangskarzinoms, zu erkennen ist.

Ultraschall (Sonographie)
Mit einem so genannten Sonographiegerät, das mit einem Ultraschallkopf ausgestattet ist, wird die Brust untersucht. Auf einem Monitor kann der untersuchende Arzt oder die Ärztin die Strukturen der Brustdrüse analysieren und nach krankhaften Veränderungen suchen. Bei Vorliegen eines Tumors wird der Ultraschall nicht reflektiert und so entsteht ein schwarzer so genannter Schallschatten.
  
Findet der Arzt oder die Ärztin eine auffällige Stelle in der Brust, kann das drei Ursachen haben: 
  • An dieser Stelle befindet sich eine Zyste.
  • Es befindet sich ein gutartiger Bindegewebsknoten an dieser Stelle.
  • Im schlimmsten Fall handelt es sich um einen Brustkrebsknoten.
 
3D Ultraschall
Schon seit den 70-er Jahren wird der Ultraschall in der Medizin eingesetzt.
Auch hier hat der technische Fortschritt dazu geführt, dass diese
Untersuchungsmethode optimiert werden konnte.
Ein neuartiger Schallkopf ermöglicht es heute 3-dimensionale Aufnahme von Gewebe, wie zum Beispiel der Brust zu machen. Mögliche Gewebeveränderungen können so genauer untersucht werden und der Einsatz einer Biopsie kann erheblich erleichtert werden.

Vakuum-Saugbiopsie
Durch die Anschaffung des Mammotoms, eines neuen und schonenden Vakuum-Biopsie-Gerätes, ist es uns möglich, eine direkte und schonende Gewebeentnahme in Lokalanästhesie an der Brust durchzuführen. Diese Gewebeprobe wird dann in unserem Institut für Pathologie untersucht. Der Befund gibt Aufschluss darüber, ob es sich um ein gutartiges oder ein bösartiges Gewebe (Krebs) handelt.

Stanzbiopsie/Jet Stanze
Mit der so genannten „Jet Stanze“, einer Hochgeschwindigkeitsstanze, wird mittels einer Stanz-Nadel, die mit hoher Geschwindigkeit durch den Tumor "geschossen" wird, Gewebe entfernt. Während dieses Vorgangs wird ständig die Lage der Nadel und des zu untersuchenden Tumors mit dem Ultraschall kontrolliert. Durch die hohe Geschwindigkeit der Nadel kann praktisch kein Schmerz entstehen.
Ähnlich wie bei der Vakuum-Saugbiopsie wird das so gewonnene Gewebe in unserem Institut für Pathologie untersucht.

Stereotaxy
Die Stereotaxy ist eine Technik, bei der zwei unterschiedliche Röntgenaufnahmen der selben Brustregion gemacht werden, die durch einen unterschiedlichen Aufnahmewinkel so die genaue Lage der betroffenen Gewebsregion zeigen.
Durch den Einsatz des geometrischen Effekts kann die Punktionsstelle exakt bestimmt werden um zum Beispiel eine genaue Nadel-Biopsie durchzuführen, oder das Gewebe genau zu bestimmen, das chirurgisch entfernt werden soll.

Durchführung der ultraschallgestützten Stanzbiopsie

Durchführung der ultraschallgestützten Stanzbiopsie
Durchführung der ultraschallgestützten Stanzbiopsie
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