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Aktueller Stand der Knorpeltherapie | 28.05.2008

Ein Gelenk funktioniert nur so gut wie die vorhandenen Knorpelflächen. Sie sind die Garanten für schmerzfreie Bewegung und ausreichendes Bewegungsspiel. Im Laufe unseres Lebens sind die Gelenkflächen einem natürlichen Verschleiß unterworfen, der unter anderem durch Fehlstellungen oder Unfälle beschleunigt werden kann. Welche Möglichkeiten der Knorpeltherapie stehen Betroffenen zur Verfügung?
Knorpelschäden werden in vier unterschiedliche Stadien eingeteilt, wobei für jedes Stadium verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen. Für die leichten Knorpelschäden kommen konservative Behandlungen zur Anwendung. Heilgymnastische Übungen, Veränderungen des Lebensstils hinsichtlich Ernährung, Sport und Belastungsgewohnheiten spielen hier eine wichtige Rolle.
Der operative Bereich beginnt mit einer Reinigung des Gelenkes, welche ein Abschleifen des Knorpels, Beseitigung von Meniskusrissen und Abtragung von knöchernen Vorsprüngen beinhaltet. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit für stärkere Knorpelschäden ist das Aufbrechen der geschädigten Areale, um somit ein neues Knorpelwachstum anzuregen.
Arthrosen die durch Achsfehlstellungen hervorgerufen werden, können häufig durch Umstellungsoperationen sowohl am Ober- als auch am Unterschenkel korrigiert werden. Auch Knorpelverpflanzungen oder die Anzüchtung von Knorpelzellen mit anschließender Transplantation sind in geeigneten Fällen heute möglich.
Der heutige Medizindialog gibt einen Überblick zu den aktuellen Möglichkeiten einer erfolgreichen Knorpeltherapie. Oberarzt Bernhard Fortmeier stellt die Methoden, ihre Eignung, Risiken und Erfolgschancen dar.


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