Herzinfarkt und akutes Koronarsyndrom: Volkskrankheit oder nur etwas für Manager? | 04.06.2009
In den sechziger und siebziger Jahren verband man den Herzinfarkt stark mit den „gestressten Managern“ obwohl die Zahl der Herzinfarkte sich gleichmäßig über alle Bevölkerungsgruppen verteilte. Heute ist die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, z. B. für Arbeiter deutlich höher als das Risiko von Managern. Neben den klassischen Risikofaktoren Rauchen, Diabetes mellitus, hohe Cholesterinspiegel und Bluthochdruck ist heute auch bekannt, dass vor allem Stressbelastungen das Herzinfarktrisiko stark erhöhen. Problematisch ist häufig eine langfristig hohe Arbeitsbelastung unter unsicheren, als bedrohlich empfundenen Rahmenbedingungen, etwa der Angst vor dem Arbeitsplatzverlust. Ein wichtiger Risikofaktor ist weiterhin fehlender Ausgleich: Entspannungstechniken, das soziale Umfeld, Sport und die Teilnahme am kulturellen Leben sind wichtige Präventionsmaßnahmen. Die Kombination von Stress mit einem gesundheitsschädigenden Lebensstil lässt das Herzinfarktrisiko weiter steigen.
Ist der Herzinfarkt also heute noch eine Managerkrankheit? Oder sind nicht andere Bevölkerungsgruppen viel stärker gefährdet? Wie erkennt man den Herzinfarkt und wie wird der Infarktpatient heute im Rahmen eines Klinik-Netzwerks versorgt und behandelt? – Hierüber informieren Prof. Dr. Hans-Peter Hermann und Dr. H. J. Schmitz im Rahmen des Juni-Medizindialogs. Für Ihre Fragen ist ausreichend Zeit eingeplant.
Veranstaltungsort: Evangelischer Gemeindesaal Quirls, 19.30-21.00 Uhr, Referenten: Prof. Dr. Hans-Peter Hermann, Dr. med. Hans-J. Schmitz.
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