Gallensteinerkrankungen | 24.09.2009
In Deutschland dürften rund sieben bis neun Millionen Menschen Gallensteine haben. Das entspricht ca. 10 bis 15% der Bevölkerung und gilt als Standardwert für Industrienationen. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer, in der Altersgruppe über 40 weisen ca. 20% der Frauen und 10% der Männer Gallensteine auf. Jeder vierte bis jeder fünfte von ihnen leiden unter Symptomen durch Gallensteine. Zwei Drittel der Gallensteinträger aber haben keinerlei Beschwerden, sie haben sogenannte "stumme" Gallensteine.
Nach Expertenmeinung ergibt sich die Notwendigkeit einer Behandlung nur, wenn die Gallensteine Symptome wie zum Beispiel Koliken verursachen. In erster Linie wird bei diesen Patienten heutzutage die Gallenblase operativ entfernt. Hier wiederum spielt die sogenannte Schlüssellochchirurgie (Laparoskopie) eine immer wichtigere Rolle.
Was aber tun, wenn sich die Steine nicht nur in der Gallenblase, sondern auch im Hauptgallengang befinden? Und welche anderen Erkrankungen müssen vor einer möglichen Operation ausgeschlossen werden?
Welche Behandlungsmethode im Einzelfall gewählt wird, wie die Diagnose aussieht, ob man Gallensteinen vorbeugen kann u.v.m. klärt der heutige Medizindialog. Die drei Chefärzte Dr. med. Heinz-Chr. Rieband (Innere Medizin/Gastroenterologie), Dr. med. Andreas Hecker (Chirurgie) und Dr. med. habil. Gudrun Lasek (Radiologie und Nuklearmedizin) geben einen intensiven Einblick, zeigen zeitgemäße Möglichkeiten der Therapie und Behandlung und freuen sich auf die rege Diskussion mit den Besuchern.
Veranstaltungsort: Overath – Bürgerhaus, 19.30-21.00 Uhr, Referenten: Dr. med. Heinz-Chr. Rieband, Dr. med. Andreas Hecker, Dr. med. habil. Gudrun Lasek.
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