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Was ist noch normal? Abgrenzung zu Psychosen und Schizophrenien | 04.02.2010

Als Psychose bezeichnet man eine psychische Störung, bei der ein struktureller Wandel im Erleben des Betroffenen feststellbar ist. Man unterscheidet organische und nicht-organische Psychosen. Bei den organischen Psychosen gibt es reversible und irreversible Formen. Die häufigste Form der nicht-organischen Psychosen ist die Schizophrenie. Kennzeichnend für schizophrene Psychosen ist ein Nebeneinander von gesunden und veränderten Verhaltensweisen.
Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage wurde ermittelt, dass fast jeder dritte Bundesbürger die Vorstellung hat, bei der Schizophrenie komme es zu einer Spaltung der Persönlichkeit, einer Verdoppelung der Identität wie bei "Dr. Jekyll und Mr. Hyde". Das Krankheitsbild Schizophrenie wird demnach vielfach mit dem assoziiert, was Psychiater als "multiple Persönlichkeitsstörung" bezeichnen. Gegenüber dem realen Leiden wird das Aussprechen des Wortes vielfach magisch vermieden; im politischen und journalistischen Bereich, aber auch bei Teenagern, die etwas "schizo" finden, ist der Begriff eine gängige Metapher der Abwertung und Distanzierung.
Da stellt sich nicht ohne Grund die Frage „Was ist noch normal?“ Eine Klärung versucht der Vortrag von Dr. Heinrich Knott, dem Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik. Er freut sich auf zahlreiche Besucher und eine rege Diskussion.
19.30-21.00 Uhr Evangelischer Gemeindesaal Quirls 
Dr. med. Heinrich Knott


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