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Ausgezeichnete Arbeit im Helmut-Hochstetter-Haus

Ausgezeichnete Arbeit

Medizinischer Dienst der Krankenkassen bewertet die Qualität der Senioreneinrichtung mit 1,4 – Bewohner geben ihrem Zuhause eine glatte 1

Das Helmut-Hochstetter-Haus bekam kürzlich unangemeldeten Besuch: Vertreter des Medizinische Dienstes der Krankenkassen (MDK) kamen nach Bergisch Gladbach, um eine Qualitätsprüfung des Evangelischen Seniorenzentrums vorzunehmen. Das wichtige Ziel: die Arbeit der Pflegeeinrichtungen so transparent wie möglich zu machen. Das erfreuliche Ergebnis: Mit einer Gesamtnote von 1,4 schnitt das Helmut-Hochstetter-Haus so gut ab wie bislang keine andere Senioreneinrichtung in der Stadt – und eine ganze Note besser als der Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen.
In 64 Einzelkriterien haben die Experten des MDK die Arbeit des Seniorenzentrums unter die Lupe genommen, zusammengefasst in vier Bereiche: „Pflege und medizinische Versorgung“, „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“, „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“, „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“. In den letzten beiden Punkten bekam das Helmut-Hochstetter-Haus eine glatte 1,0, in den ersten beiden mit 1,8 und 1,9 jeweils ein „Gut“. Was die Leitung und Pflegerinnen und Pfleger ganz besonders freut: Die befragten Bewohnerinnen und Bewohner gaben dem Helmut-Hochstetter-Haus eine glatte 1,0. Diese Bewertung ist zwar in die Gesamtnote nicht eingeflossen. Aber es ist wichtig zu wissen, dass die Menschen sich in dem Haus wohlfühlen, in dem sie leben.

Im 1974 eingeweihten, ganz in der Nähe des Zentrums von Bergisch Gladbach im Grünen gelegenen Helmut-Hochstetter-Haus leben 110 Männer und Frauen in Ein- und Zweibettzimmern, die sie mit ihren eigenen Möbeln, Bildern und Einrichtungsgegenständen nach eigenem Geschmack gemütlich gestaltet haben. Den Bewohnerinnen und Bewohnern eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen, ist eins der wichtigsten Ziele des nach christlichen Grundsätzen geführten Hauses. Natürlich können die Senioren, je nach Interesse, an sämtlichen Freizeitangeboten teilnehmen, von Kegeln und Schwimmen über Backen und Gymnastik bis hin zu Gottesdienstbesuchen, Ausflügen in den Kölner Zoo oder Rheinschifffahrten. Sie werden aber auch motiviert, entsprechend ihrer Vorlieben und Hobbies, selbst aktiv zu werden und zu bleiben. Zum Beispiel als Mitglieder einer Theatergruppe, die anlässlich des 100. Geburtstags des Namenspatrons Helmut Hochstetter im Sommer 2009 ein kurzweiliges Theaterstück aufführte.
 
Der erste Schwerpunkt der Qualitätsprüfung war für die Vertreter des MDK die Pflege und medizinische Versorgung. Kommunikation mit dem Arzt, Umgang mit Medikamenten, Versorgung von Wunden, das individuelle Sturzrisiko, Körperpflege, Mund- und Zahnhygiene, Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Erster Hilfe und Notfallmaßnahmen – kein Aspekt ist unberücksichtigt geblieben. Die besonders wichtige Frage „Wird die Pflege im Regelfall von denselben Pflegekräften durchgeführt?“ konnte uneingeschränkt mit „Ja“ beziehungsweise mit der Note 1,0 beantwortet werden.
 
Auch der professionelle Umgang mit demenzkranken Bewohnern wurde unter die Lupe genommen. Gefragt hat der MDK zum Beispiel nach zielgruppengerechten Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten, nach der Gestaltung von Zimmern und Aufenthaltsräumen, nach der Selbstbestimmung in der Pflegeplanung und nach Angeboten zur Bewegung, Kommunikation und Wahrnehmung. Da kann das Seniorenzentrum mit etwas ganz Besonderem aufwarten: Seit genau einem Jahr gibt es einen Snoezelen-Raum, in dem demente Bewohner, die sich gerade in einer Phase der Unruhe oder des Aufgebrachtseins befinden, entspannen und zur Ruhe kommen können.
 
Im Bereich „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ hat das Helmut-Hochstetter-Haus in allen Punkten die Note 1,0 bekommen: für die Gruppen- und Einzelangebote, die Feste und Veranstaltungen, die Maßnahmen zur Kontaktpflege mit den Angehörigen, die Hilfestellung zur Eingewöhnung in die Pflegeeinrichtung, das Vorhandensein eines Beschwerdemanagements – und auch für das Angebot zur Sterbebegleitung.
 
Durchweg die Höchstnote gab es auch für den Qualitätsbereich „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“. Dem Seniorenzentrum ist es ein wichtiges Anliegen, gerade bei der Nahrungsaufnahme auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner einzugehen und ihre Vorlieben zu berücksichtigen. So können sie zum Beispiel innerhalb bestimmter Zeitkorridore den Zeitpunkt des Essens frei wählen, die Portionsgrößen werden individuell angepasst – und manchmal holt auch ein Mitarbeiter des Heims für alle, die Lust haben, in der Stadt ein halbes Hähnchen… Am Ende dienen alle Maßnahmen und Aktivitäten immer wieder dem gleichen Zweck: Die Männer und Frauen, die hier leben, sollen sich nicht nur gut betreut wissen. Sie sollen sich im Helmut-Hochstetter-Haus wie zuhause fühlen.
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