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Hernienchirurgie

Was ist Hernienchirurgie?

Unter Hernienchirurgie versteht man die Versorgung von Bauchwandbrüchen.
Dies können Leistenbrüche, Nabelbrüche, Brüche im Oberbauch oder Narbenbrüche sein. Grundsätzlich stehen Ihnen in unserem Krankenhaus die laparoskopische und die offene OP -Methode zur Verfügung.
Wir operieren je nach medizinischer Indikation mit und ohne Netz.
Grundsätzlich können alle laparoskopischen Operationen in 3D-Technik erfolgen.

Leistenhernien-Operation

Bei der Leistenbruch-Operation unterscheiden wir grundsätzlich das offene von dem endoskopischen OP -Verfahren. Je nach Größe des Befundes, den Vorerkrankungen des Patienten und der bereits erfolgten Operation entscheiden wir uns gemeinsam mit Ihnen für das, für Sie optimale Operationsverfahren. Ebenso entscheiden wir gemeinsam, ob der Eingriff ambulant oder stationär erfolgen soll.

Endoskopische Leistenhernien-Operation

Dies ist die Methode der Wahl bei kleineren bis mittleren Leistenbrüchen sowie bei beidseitigen Leistenbrüchen. Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem TEPP- und dem TAPP-Verfahren.
Im TEPP-Verfahren wird die Bauchhöhle nicht eröffnet, diese Verfahren wird von uns bevorzugt. Das TAPP-Verfahren durch die Bauchhöhle wird gewählt, wenn eine weitere Mitbeurteilung der Bauchhöhle und der darin liegenden Organe als notwendig erscheint. Bei beiden Verfahren werden Netze eingelegt.

Offene Leistenhernien-Operation

Die offenen OP-Verfahren nach Lichtenstein und Shouldice unterscheiden sich bis auf ihren Zugangsweg grundsätzlich.
Die OP nach Lichtenstein ist mit Einlage eines Netzes bei großen Leistenbrüchen des älteren Menschen, abhängig seiner Vorerkrankungen, das geeignete Verfahren.
Die OP nach Shouldice ist ein Verfahren, bei dem eine, der Anatomie entsprechende Rekonstruktion der Hinterwand des Leistenkanals erfolgt.
Fremdkörper werden hierbei nicht eingesetzt.
Dies ist das optimale Verfahren bei jungen Patienten.

Nabelbrüche

Auch Nabelbrüche können sowohl endoskopisch, als auch offen versorgt werden. Bei kleinen Nabelbrüchen erfolgen ein kleiner Hautschnitt unterhalb des Nabels und eine direkte Naht der Bruchforte.
Bei mittleren und großen Nabelbrüchen kann die Operation sowohl laparoskopisch mit Einsetzen eines Netzes von innen auf dem Bruch, als auch in konventioneller offener Technik mit Einstülpen eines trichterförmigen Netzes durch den Bruch erfolgen.
In beiden Fällen liegt das Netz unterhalb der Bruchforte.
Diese wird außerdem zur zusätzlichen Sicherung durch direkte Nähte verschlossen. Ein analoges Vorgehen findet sich bei den Oberbauchbrüchen.

Narbenbrüche

Bei Narbenbrüchen gibt es ein ähnliches Vorgehen wie bei Nabelbrüchen. Grundsätzlich kann eine laparoskopische Operation oder eine offene Operation erfolgen.
Bei Narbenbrüchen werden grundsätzlich Netze eingelegt.
Diese können auf dem Bauchfell und unterhalb der Muskulatur liegen (Sublay-Technik) oder innerhalb der Bauchhöhle liegen (IPOM-Technik).
Hier ist es uns besonders wichtig, dass in enger Absprache mit dem Patienten und nach eingehender körperlicher Untersuchung vor der Operation die für den Patienten individuell geeignete OP -Methode gefunden und mit dem Patienten ausführlich besprochen wird.

Darüber hinaus nehmen wir an der Qualitätssicherung der deutschen Herniengesellschaft teil. Die Deutsche Herniengesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie haben eine Qualitätssicherungsmaßnahme bezüglich Hernien-Operationen (Leistenbrüche, Nabelbrüche, Narbenbrüche) ins Leben gerufen.

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