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Minimal-invasive Chirurgie

Was ist minimal invasive Chirurgie?

Es werden die gleichen Operationen wie mit den herkömmlichen Verfahren durchgeführt, jedoch erfolgt bei der minimal invasiven Chirurgie (laparoskopische Operationen) der Zugang durch bleistiftdünne Öffnungen für die Kamera und die Geräte. Dies bedeutet für den Patienten:

  • Verringerung der Wundschmerzen
  • schnellere Mobilisation
  • schnellere Belastbarkeit
  • geringere Wundinfektionsrate
  • ggf. Verkürzung des stationären Aufenthaltes

Welche Operationen können laparoskopisch durchgeführt werden?

  • Gallenblasenentfernungen 
  • Blinddarmentfernungen
  • Leistenbruchoperationen 
  • Bauchwand- und Narbenbrüche
  • Tumoren des Dickdarm (gutartige und bösartige Erkrankungen)
  • Divertikel des Dickdarmes 
  • Mastdarmvorfall
  • Milzentfernungen 
  • Verwachsungslösungen
  • Zwerchfellbrüche/Sodbrennen 
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • Diagnostische Untersuchung der Bauchhöhle

Welche Operationen können in der neuen 3D-Technik durchgeführt werden?

Grundsätzlich können alle laparoskopischen Operationen in 3D-Technik durchgeführt werden.

Laparoskopische Gallenblasenentfernung

Mit nur vier kleinen Schnitten von 5 bis 12 mm Länge ist diese Art der Operation heutzutage der Standardzugang in der Gallenblasenchirurgie. Mit dem SILS bzw. NOTES-Verfahren kann mit noch weniger Hautschnitten operiert werden.

Laparoskopische Blinddarmoperation

Mit drei kleinen Schnitten von 5 bis 12 mm Länge bietet diese Operation eine Übersichtsmöglichkeit des gesamten Bauchraumes (bei weiblichen Patienten in Zusammenarbeit mit der Gynäkologie). Es kommt zu weniger Wundinfekten, da der Blinddarm nicht mit der Bauchdecke in Kontakt kommt.

Endoskopische Leistenbruchoperationen

Es ist die gleichzeitige Versorgung beidseitiger Leistenbrüche möglich und bedeutet auch eine Verkürzung der Arbeitsunfähigkeit. Siehe auch Hernienchirurgie.

Laparoskopische Operationen bei Bauchwand- und Narbenbrüchen

Laparoskopische Operationen bei Bauchwand- und Narbenbrüchen Es müssen mehrere Schnitte von 5 bis 12 mm Länge, abhängig von der Größe des Bruches, durchgeführt werden. Die Operation bietet dem Mediziner eine Übersicht über den gesamten Bauchraum und ermöglicht ihm, Verwachsungen zu lösen. Es können auch kleinere Narben- oder Bauchwandbrüche eindeutig identifiziert werden. Eine sofortige Versorgung des Bruches mit einem Netz ist möglich.

Laparoskopische Dickdarmoperation

Diese ist bei gut- und bösartigen Tumoren sowie bei Entzündungen des Dickdarms möglich. Auch die Möglichkeit der Anwendung des „Fast-Track-Konzeptes“ nach der Operation ist gegeben.

Laparoskopische Operationen bei Mastdarmvorfall

In besonderen Fällen der Stuhlentleerungsstörung (z. B. Cul-de-Sac-Syndrom) kann eine laparoskopische Teilentfernung des Dickdarms notwendig sein.

Gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie behandeln wir Patienten mit Mastdarmkrebs, erarbeiten Therapiekonzepte und bieten alle Verfahren der radikalen Tumorchirurgie an.

Verwachsungslösungen

Frühere Entzündungen in der Bauchhöhle oder Operationen können zu Verwachsungen im Darm führen, die trotz modernster Diagnostik (CT des Abdomen, MRT des Abdomen, Koloskopie, Gastroskopie, Magendarmpassage, alles hier im EVK möglich) nur durch eine diagnostische Laparoskopie festgestellt werden können. Hierbei kann der Grund für die Beschwerden (die Verwachsungen) im gleichen Eingriff behoben werden.

Laparoskopische Operationen bei Sodbrennen

Bei deutlichen Beschwerden durch Sodbrennen, die ständig mit Medikamenten behandelt werden müssen, kann eine Operation durchgeführt werden. Bei einem großen Zwerchfellbruch und bei schweren Entzündungen der Speiseröhre mit Entartungsrisiko bedeutet diese Art der Operation: weniger Schmerzen, kürzerer stationärer Aufenthalt, schnellerer Kostaufbau und schnellere Genesung.

Diagnostische Untersuchung der Bauchhöhle

Trotz der am EVK vorhandenen modernsten Diagnostikmöglichkeiten wie z. B. der Abdomen-Computertomographie (CT), der Magnetresonanztomographie (MRT), der Darmspiegelung (Koloskopie) oder der Endoskopie und des konventionellen Röntgens können Gründe für unklare Schmerzen des Bauches (Abdomen) oft nur durch eine Bauchhöhlenspiegelung erkannt werden. Diese werden gegebenenfalls im Rahmen einer Operation interdisziplinär intraoperativ behandelt.

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