Organisation
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Leistungen

Leistungen der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

  • Die Abteilung besteht zurzeit aus 15 Ärztinnen/Ärzten und insgesamt 35 Pflegekräften.
  • Es werden aktuell ca. 7.000 anästhesiologische Leistungen pro Jahr erbracht.
  • Auf unserer Intensivstation versorgen wir ca. 1.200 Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen.
  • Die postoperative Schmerztherapie ist vom TÜV zertifiziert.
  • Durchführung der lebensrettenden Maßnahmen bei allen Notfällen im EVK.
  • Es besteht die Ermächtigung zur vollen Weiterbildung in der Anästhesiologie (48 Monate) und in der Intensivmedizin (24 Monate).
  • Die Abteilung hält einen 24-stündigen Schmerzdienst vor.
  • Die ärztlichen Mitarbeiter sind an der notärztlichen Versorgung des Rheinisch-Bergischen Kreises beteiligt.
  • Die Abteilung stellt den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst des Rheinisch-Bergischen Kreises und den Ärztlichen Leiter des Notarztstandortes EVK.
  • Der Chefarzt ist der OP-Koordinator des EVK.

Informationsfilm über die Leistungen der Klinik

In unserem Informationsfilm können Sie unseren Ansatz zum schmerzfreien Krankenhaus kennenlernen und sich einen Eindruck von den Aufgaben und Leistungen der Anästhesie verschaffen.

Operation und Narkose im EVK

Die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach führt bei allen im Haus angebotenen Operationen die Narkose und anschließende Betreuung im Aufwachraum durch. Zudem betreuen wir auch alle Patienten, die für spezielle Untersuchungen (CT, MRT, Koloskopie, etc.) eine Narkose benötigen.

Auf der Intensivstation behandelt das Team der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin schwerstkranke Patienten aus den operativen Fachbereichen. Unsere Abteilung führt die Schmerztherapie der stationären Patienten im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach durch.

Narkose

Bei der Visite des Anästhesisten vor der Operation im Krankenzimmer oder in der Anästhesieambulanz wird nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten das beste Narkoseverfahren, also Allgemeinanästhesie (Vollnarkose), Regionalanästhesie (Teilnarkose) oder eine Kombination beider Verfahren für die Operation besprochen. 

Die Visite dient auch dazu, alle Fragen des Patienten bezüglich der Narkose zu beantworten und meist unberechtigte Ängste abzubauen. 

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Bei der Allgemeinanästhesie wird der Patient durch Medikamente in einen Tiefschlaf versetzt, das Bewusstsein und die Schmerzempfindung sind vollständig ausgeschaltet. 

Meist atmet der Patient nicht mehr ausreichend und muss daher mit einer Maske oder einem Beatmungsschlauch beatmet werden. Dieser wird vor dem Aufwachen allerdings wieder entfernt, so dass die Atemhilfe nicht bewusst wahrgenommen wird.

Regionalanästhesie (Teilnarkose)

Bei der Regionalanästhesie wird durch Medikamente hingegen nur in einzelnen Körperabschnitten die Schmerzempfindung und Bewegungsfähigkeit ausgeschaltet. Der Patient ist dabei prinzipiell wach, ansprechbar und nimmt seine Umgebung wahr, außerdem atmet er selbständig. Sollte die psychische Belastung zu groß werden, ist es meist möglich, durch Medikamente einen Dämmerschlaf mit erhaltener Eigenatmung hervorzurufen. Regionalanästhesieverfahren können nicht für alle Operationen zur Anwendung kommen, werden jedoch bei vielen Operationen an Armen, Beinen und im Bauchraum gerne und mit hohem Patientenkomfort eingesetzt. Periphere Regionalanästhesien werden von uns ultraschallgesteuert durchgeführt.

Aufwachraum

Im Anschluss an eine Vollnarkose oder Teilnarkose wird der Patient für einige Zeit im Aufwachraum überwacht. Im Aufwachraum stehen sechs Überwachungsbetten zur Verfügung. Die Verlegung auf die Allgemeinstation erfolgt, sobald die Narkose ausreichend abgeklungen ist, die Schmerzen durch Medikamente ausreichend gelindert und Herz-Kreislauf-Situation und Atmung absolut stabil sind. Bei größeren Eingriffen verlegen wir die Patienten vorsichtshalber zur Überwachung und weiteren Therapie auf unsere Intensivstation.

Intensivmedizin

Auf der interdisziplinären Intensivstation (16 Betten, 10 Beatmungsplätze) in der fünften Etage des Krankenhauses werden Patienten mit lebensbedrohlichen oder sehr schweren Erkrankungen aus den chirurgischen, unfallchirurgischen, gefäßchirurgischen und gynäkologischen Fachabteilungen durch die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin behandelt. Die Versorgung der internistischen Intensivpatienten erfolgt durch die Medizinische Klinik. 

Die Intensivstation ist baulich und technisch auf dem neuesten Stand. Bei der Planung wurde großer Wert darauf gelegt, die Patientenzimmer geräumig, hell und funktionell zu gestalten. Die Intensivstation ist mit modernsten Geräten zur künstlichen Beatmung (nicht-invasive und invasive Beatmungsformen), Dialysebehandlung und Kreislaufüberwachung (PiCCO) sowie einem modernen Überwachungssystem ausgestattet, das die lückenlose Überwachung und Dokumentation der Patientendaten auf allen Plätzen ermöglicht. Alle modernen intensivmedizinischen Möglichkeiten zur Therapie und Diagnostik kommen zum Einsatz. 

Schmerztherapie

Die Behandlung bzw. Vermeidung von Akutschmerz und postoperativem Schmerz nimmt einen hohen Stellenwert in unserer Abteilung ein. Gemeinsam mit den operativen Abteilungen haben wir ein Konzept entwickelt, das sehr effektiv den Akutschmerz beseitigt.

Regelmäßige Patientenbefragungen sowie jährliche Zertifizierungen durch den TÜV Rheinland bestätigen uns hohe Qualität.

Notfallmedizin

Die Ärzte der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin nehmen zusammen mit den ärztlichen Mitarbeitern der Chirurgischen und Medizinischen Kliniken am Notarztdienst des Rheinisch-Bergischen-Kreises teil. Das Notarztfahrzeug (NEF) wird im wöchentlichen Wechsel mit dem Marienkrankenhaus besetzt. Ein zweites NEF ist in Bergisch Gladbach - Bensberg stationiert. Die anästhesiologische Abteilung übernimmt die Koordination des Notarztdienstes am EVK. Ebenso wird die Position des Ärztlichen Leiter Rettungsdienstes des Rheinisch-Bergischen-Kreises durch einen Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin besetzt. Dieser gehört auch zugleich der Leitenden Notarztgruppe des Rheinisch-Bergischen-Kreises an. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst ist dem Rheinisch-Bergischen-Kreis zugeordnet und maßgeblich für die Organisation und für das Qualitätsmanagement des gesamten Rettungsdienstes des Kreises zuständig.

Schließlich steht ein Team unserer Abteilung rund um die Uhr zur Behandlung von lebensbedrohlich erkrankten Patienten im Hause und zur Versorgung der vom städtischen Rettungsdienst zugeführten Patienten bereit (Notfallmedizin).

Anästhesieambulanz

An vier Tagen in der Woche (montags, dienstags, donnerstags und freitags) findet in den Räumen der chirurgischen Ambulanz eine Anästhesie-Sprechstunde statt. Vor allem Patienten, bei denen eine geplante Operation bevorsteht, sollen einige Tage vor dem Eingriff über die Anästhesie informiert werden. Dieser Termin ist an die Besprechung und Aufklärung der Operation gekoppelt. Einer Vielzahl von Patienten wird somit ermöglicht, erst am Tag der Operation ins Krankenhaus zu kommen. Zudem sollen Wartezeiten reduziert werden.

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Dr. med. Sebastian Eimer / Oberarzt