Organisation
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Schmerztherapie

Das schmerzarme Krankenhaus - Schmerzkonzept des Evangelischen Krankenhauses

Eine wesentliche Aufgabe der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach ist die Behandlung von Schmerzen.

Die Schmerztherapie beginnt bereits während der Operation, da durch geeignete Medikamente die Empfindung von Schmerzen reduziert wird. Die sogenannte postoperative Schmerztherapie schließt sich dann im Aufwachraum an. Hier werden bereits zur Vorbeugung unmittelbar nach der Operation Schmerzmittel verabreicht. Ziel ist es, den Patienten nach einer Operation möglichst schmerzfrei auf die Allgemeinstation zu verlegen. Um eine optimale postoperative Schmerztherapie für den Patienten zu gewährleisten, wurde ein umfangreiches Konzept für die postoperative Schmerztherapie erarbeitet, welches vom TÜV zertifiziert wurde. Bei großen Operationen oder starken Schmerzen wird die Schmerztherapie von unserem Schmerzdienst rund um die Uhr übernommen. In einem ausführlichen Gespräch wird mit dem Patienten die jeweils beste Schmerztherapie festgelegt. Grundsätzlich kommen dabei drei Methoden zum Einsatz:

1. Klassisch-orale Medikation

Die Schmerzbehandlung erfolgt über die Einnahme von Tabletten und/oder Tropfen. Hierbei ist es ganz wichtig, dass die Medikamente nach einem vorher individuell festgelegten Plan regelmäßig eingenommen werden, auch wenn die Schmerzen aktuell nicht so stark erscheinen. Die Mitarbeiter unseres Schmerzdienstes werden Sie regelmäßig besuchen und die Therapie bei Bedarf anpassen.

2. Schmerzpumpe

Der Patient erhält eine so genannte Schmerzpumpe, über die er seine Schmerztherapie selber steuert. Jedes Mal, wenn der Schmerz zunimmt, kann er über einen Druckknopf die Schmerzpumpe aktivieren. Die Pumpe gibt dann eine vorher genau festgelegte Menge eines sehr stark wirksamen Schmerzmittels in die Vene ab. Auch hierbei werden Sie regelmäßig von unserem Schmerzdienst besucht und bei Bedarf wird die Einstellung der Pumpe verändert.

3. Schmerzkatheter

Die Schmerztherapie erfolgt bei speziellen Krankheitsbildern und Schmerzzuständen über einen Schmerzkatheter. Hierbei handelt es sich um einen sehr dünnen Plastikschlauch, der vom Rücken bis in die Nähe des Rückenmarks vorgeschoben wird (Periduralkatheter) bzw. in die Nähe den Arm oder das Bein versorgenden Nervenbahnen platziert wird. Die Platzierung erfolgt ultraschallgesteuert, was ein hohes Maß an Komfort und Sicherheit für den Patienten bedeutet. Darüber wird kontinuierlich Schmerzmittel an die großen Nervenwurzeln gepumpt. Für viele Operationen im Bauch, im Brustkorb aber auch an Hüfte, Beinen, Schulter oder Armen sind diese Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie sehr wirkungsvoll. Durch dieses Verfahren kann es jedoch zu vorübergehender Schwäche und zu einer Störung des Gefühlsempfindens in den Extremitäten kommen, so das gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen. Dass Sie auch hier sehr intensiv von unserem Schmerzdienst betreut werden, versteht sich von selbst.

Die schmerzfreie Geburt

Besonders häufig wird unser Schmerzdienst, der im übrigen 24 Stunden am Tag einsatzbereit ist, von Patientinnen im Kreißsaal in Anspruch genommen. Bei starkem Wehenschmerz oder Geburtsstillstand kann durch die Anlage eines Periduralkatheters in vielen Fällen die Geburt wesentlich erleichtert werden. Die Periduralanästhesie hat sich als besonders wirksam und schonende Form der Schmerzlinderung in der Geburtshilfe erwiesen. Sollte die Geburt auf natürlichem Wege trotzdem nicht möglich sein, besteht dann in vielen Fällen die Möglichkeit, den Kaiserschnitt in Periduralanästhesie durchzuführen. Die Mutter kann dann die Geburt bewusst miterleben und das Neugeborene unmittelbar nach Durchtrennung der Nabelschnur in Empfang nehmen. Unsere Abteilung bietet auch im Rahmen der Geburtsvorbereitungskurse eine umfassende Information über die Möglichkeit einer schmerzfreien Geburt an. 

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