Organisation
0 22 02 / 1 22 - 2150
Polypektomie

Polypektomie (Polypentfernung)

Polyp bedeutet Geschwulst und besagt nichts über die Ursache oder Gutartigkeit der Schleimhautvorwölbung aus. Es werden z.B. hyperplastische von adenomatösen oder entzündlichen Polypen abgegrenzt. Von besonderer Bedeutung ist die Entfernung von adenomatösen Polypen, weil sie eine Wachstumstendenz aufweisen und sich nach Jahren zu einem bösartigen Tumor entwickeln können. Die Ursache für die Entstehung dieser Adenome ist bis heute nicht endgültig geklärt, jedoch gehören Rauchen, Kaffeegenuss, vermehrter Alkoholkonsum und Übergewicht, Fastfood Ernährung und eine genetische Disposition zu den Risikofaktoren.

Bei der Polypektomie wird die Geschwulst mit einer Drahtschlinge eingefangen und anschließend mittels Strom abgetrennt. Dieser Vorgang verursacht keine Schmerzen; der Strom bewirkt eine Verschorfung der Wundränder, sodass keine Blutung auftritt. Bei der Abtragung großer Polypen besteht ein geringes Risiko der Verletzung der Darmwand. Im ungünstigsten Fall kann ein Loch in der Darmwand entstehen, das häufig bereits endoskopisch wieder mit Metallclips verschlossen werden kann und nur selten im Anschluss eine Operation zur Übernähung der Verletzung erforderlich ist.

Mukosektomie (oder endoskopische Mukosaresektion=EMR) nennt man die Entfernung von flachen Polypen, die zunächst mit einer angefärbten Lösung unterspritzt werden und dann mit einer Schlinge ggf. in mehreren Teilen (piece meal) abgetragen werden.

Zur Krankenhaus-Startseite zur Startseite Seitenanfang Druckansicht