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Leistungen

Leistungen der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie

Die Pneumologie (Lungenheilkunde) befasst sich mit den Erkrankungen der Atemwege, des Lungengewebes und der Atempumpe. Letztere umfasst das Zwerchfell und die übrige Atemmuskulatur.

Zu den Erkrankungen der Atemwege gehört klassischerweise das Asthma bronchiale (allergisch oder nicht-allergisch). Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD), die durch instabile Atemwege und/oder ein Lungenemphysem charakterisiert ist, gehört ebenfalls zu den häufigen Atemwegserkrankungen. Die COPD ist in den industrialisierten Ländern fast immer Folge des Rauchens und wegen ihres häufigen Auftretens eine Volkskrankheit. Durch die nächtliche Verlegung der oberen Atemwege kann es beim Obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS) zu Atemaussetzern kommen, die im Rahmen der schlafmedizinischen Abklärung in unserem Schlaflabor gemessen werden. Schließlich ist auch die Cystische Fibrose, auch als Mukoviszidose bekannt, eine Erkrankung der Atemwege. Durch sehr zähes Sekret, welches kaum abgehustet werden kann, entsteht eine Entzündung der Atemwege mit der Ausbildung von Aussackungen, sogenannten Bronchiektasen.

Andere Erkrankungen betreffen vor allem das Lungengewebe, wie zum Beispiel die Lungenentzündung (Pneumonie) oder die Tuberkulose.
Erkrankungen, die die Lungenbläschen (Alveolen) und das Bindegewebe der Lunge einbeziehen, heißen Interstitielle Lungenerkrankungen. Es sind etwa 150 dieser Erkrankungen bekannt. So ist die Lunge oftmals im Rahmen rheumatischer Erkrankungen beteiligt und zeigt dann eine akute Entzündung oder Vernarbung (Fibrose). Die Sarkoidose, eine granulomatöse Erkrankung unbekannter Ursache, sowie die Idiopathische Lungenfibrose (IPF) gehören ebenfalls zu den Interstitiellen Lungenerkrankungen.

Nicht zu vernachlässigen ist der Lungenkrebs, da die Anzahl der Betroffenen, meist Raucher, stetig zunimmt. Häufig treten in der Lunge Absiedelungen (Metastasen) von Tumoren auf, die primär außerhalb der Lunge entstanden sind.

Herz und Lunge sind eng miteinander verbunden. Ein schwaches Herz (Herzinsuffizienz) kann zu Wasseransammlungen im Lungengewebe (Ödem) oder zwischen Lunge und Rippenfell (Pleuraerguss) entstehen.
Andererseits kann eine chronische Lungenerkrankung aufgrund einer Unterversorgung mit Sauerstoff zu einem Lungenhochdruck“ (Pulmonale Hypertonie) mit Rechtsherzbelastung (Cor pulmonale) führen.

Luftnot oder auch „Lufthunger“ – Es gibt kaum ein Symptom in der Medizin, das die Lebensqualität derart einschränkt, wie die Luftnot. Sie tritt erst unter Belastung, später auch in Ruhe auf und kann viele Ursachen haben – diese gilt es zu identifizieren.

Husten, der länger als 3 Monate andauert, muss genauer abgeklärt werden. Er kann trocken oder produktiv (mit Auswurf) sein. Die Farbe des Auswurfes kann für uns wegweisend sein. Gerade blutig tingierter Auswurf (Hämoptysen) oder sogar Bluthusten (Hämoptoe) bedarf einer umgehenden Abklärung.

Schnarchen entsteht durch eine Einengung der oberen Atemwege im Schlaf. Kommt es sogar zu einem kompletten Verschluss, steht der Atem still und es gelangt kein Sauerstoff in den Körper. Dies führt zu Stress für den gesamten Organismus und zu einem nicht erholsamen Schlaf mit Unwohlsein und Einschlafneigung am Tag sowie zahlreichen weiteren Folgeerscheinungen.

Der atemabhängige Schmerz hinter dem Brustbein ist für den Pneumologen meist eine Tracheobronchitis.

Der plötzlich einsetzende Brustschmerz mit oder ohne Austrahlung ist und bleibt für den Kardiologen bis zum Beweis des Gegenteils ein Hinweis auf einen möglichen Herzinfarkt.

Blaue Lippen, erst unter Belastung, später auch in Ruhe, können die ersten Hinweise auf eine Sauerstoffunterversorgung im Blut (Hypoxämie) darstellen. Anhand von Bestimmung der Blutgase (Sauerstoff und Kohlendioxid) kann diese identifiziert und muss weiter abgeklärt werden.

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