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Schlaflabor

Das Schlaflabor im EVK

Schnarchen Sie?
Sind Sie tagsüber müde?
Fühlen Sie sich morgens unausgeschlafen?
Haben Sie Konzentrationsstörungen?

Dann könnten Sie an einem Schlafapnoesyndrom leiden! Bei manchen Menschen kann es im Schlaf wiederholt dazu kommen, dass sich der untere Rachenbereich durch einen Kollaps der Schleimhautwand verengt und so die Atmung behindert. Dauert dieser Zustandlange genug an, erleidet der Organismus dramatische Sauerstoffmangelzustände, die einerseits den Schlaf stören und andererseits Herz-Kreislauferkrankungen verursachen können.

Tel: 0 22 02 / 122 - 2130
Fax: 0 22 02 / 122 - 2131
Email: pneumologie(at)evk.de 

Telefonisch erreichbar von Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr

Bis zu 40 % der Männer über 65 Jahre sind betroffen

Wenn einfaches Schnarchen auch harmlos zu sein scheint, so kann sich dahinter doch eine gefährliche Krankheit verbergen. Es sind die Atempausen, die Apnoen, die den Unterschied machen. Mit der Anzahl dieser Apnoen steigt das Risiko. Wir wissen heute, dass

  • Bluthochdruck,
  • Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkte,
  • Schlaganfälle und
  • Herzrhythmusstörungen

gehäuft mit der Schlafapnoe einhergehen. Sogar das Risiko, an einer dieser Erkrankungen zu sterben ist bei Patienten mit schwerem unbehandelten Schlafapnoesyndrom signifikant höher, als bei der Normalbevölkerung oder bei „einfachem“ Schnarchern.

Wenn sie also die oben genannten Fragen mit „Ja“ beantworten können, sollten Sie Ihren Hausarzt gezielt auf die diagnostischen Möglichkeiten zur Erkennung und Einschätzung eines Schlafapnoesyndromes ansprechen. Dann werden folgende Dinge durchgeführt:

  • Standardisierter Fragebogen
  • Screeninguntersuchung beim Lungenfacharzt oder Hals-Nasen-Ohrenarzt
  • Einweisung in ein Schlaflabor zur Polysomnographie

Im Schlaflabor werden mit einer besonderen Messvorrichtung Atmung, Herzfrequenz, Sauerstoffgehalt des Blutes und gegebenenfalls Hirnströme während einer Nacht aufgezeichnet. Es gibt unzählige, meist kommerzielle, aber auch medikamentöse und operative Angebote zur Therapie der Schlafapnoe. Wissenschaftlich anerkannt und in zahlreichen Studien erwiesen, sowohl zur Linderung der Beschwerden als auch zur Verhinderung gefährlicher Folgeerkrankung ist jedoch einzig die CPAP-Maskentherapie. CPAP ist die englische Abkürzung für „kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck“. Dabei wird über eine Nasenmaske ein bestimmter Luftdruck im Rachenraum des Patienten aufrecht erhalten, der wie ein Luftkissen verhindert, dass die Rachenwand im Schlaf kollabiert. So lassen sich Atempausen und Schnarchgeräusche effektiv ausschalten, der Schlaf wird ruhiger und erholsamer und die Betroffenen sind tagsüber wach und ausgeruht. Neuere Untersuchungen bescheinigen der CPAP-Therapie darüber hinaus eine signifikante Reduktion des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos. Ob Sie also „nur“ schnarchen oder sich, ohne es zu ahnen, einem gefährlichen Risiko aussetzen, lässt sich durch einfache Untersuchungen schnell und definitiv klären. Fragen Sie Ihren Hausarzt oder rufen Sie uns an!

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