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Infos zur Chemotherapie

Information zur Chemotherapie

Eine adjuvante, „unterstützende“ Chemotherapie ist eine vorbeugende Behandlung nach der Operation, bei der sämtliche bekannte Tumorherde entfernt wurden. Sie wird bei Patientinnen mit Brustkrebs empfohlen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Erkrankung in andere Organe streut, ohne dass bisher ein Tumornachweis in anderen Organen vorliegt.
Eine adjuvante Chemotherapie kann die Heilungsrate deutlich verbessern.

Typische Einsatzgebiete sind:

  • bei Patientinnen mit hormonrezeptornegativem Tumor
  • bei übermäßigem Nachweis des HER2-Rezeptors im Tumor
  • bei Patientinnen mit Risikofaktoren (z.B. erhöhter Nachweis von Ki-67, undifferenzierter Tumor, erhöhtes Risiko aufgrund des genetischen Profils eines Tumors)

Wenn bereits bei der Feststellung der Diagnose bekannt ist, dass eine Chemotherapie notwendig wird, sollte grundsätzlich deren Einsatz vor der Operation erwogen werden. Einmal kann dadurch oft der Tumor verkleinert werden, wodurch die Operation des Tumors erleichtert wird. Weiterhin kann während der Chemotherapie beobachtet werden, wie der Tumor auf die Chemotherapie reagiert. Falls der Tumor unter der Chemotherapie wächst, was nur sehr selten auftritt, könnte sofort der Wirkstoff gewechselt werden.

In der Regel wird die Chemotherapie in unserer Abteilung ambulant durchgeführt. 

Von einer Palliativen Chemotherapie spricht man, wenn Tumorabsiedlungen (Metastasen) in anderen Körperorganen (z.B. Knochen oder Leber) mit Chemotherapie behandelt werden. Dadurch wird versucht, das Wachstum der Metastasen zu bremsen. Oft gelingt es sogar, die Metastasen zu verkleinern.

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