Organisation
0 22 02 / 1 22 - 0
OP-Vorbereitung

Wenn eine Operation ansteht

Für die Operation wurde mit Ihnen in der Sprechstunde ein Termin für den „Vorbereitungstag“ vereinbart, um die Gesamtdauer Ihres Krankenhausaufenthaltes zu verkürzen. Wir bemühen uns, den gesamten Ablauf so reibungslos wie möglich zu gestalten. Dennoch lassen sich Wartezeiten (z.B. auf Untersuchungen, Vorgespräche oder Ihr Zimmer) nicht immer ganz vermeiden, da lebensbedrohliche Notfälle ohne Frage Vorrang haben. 

Auf Sie kommen einige Vorbereitungen zu, welche im Einzelnen von Abteilung zu Abteilung und etwaigen Vorerkrankungen variieren können. 

Sollten Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen (z.B.: ASS, Godamed, Iscover, Plavix etc.) sollten diese im Regelfall eine Woche vor der OP abgesetzt werden. 

Gleiches gilt für das Blutzucker-Medikament Metformin (z.B. Glucophage, Siofor) zwei Tage vor der Operation. 

Bitte besprechen Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Hausarzt. Setzen Sie kein Medikament ohne entsprechende Rücksprache ab, denn Sie könnten sich schwerwiegend schaden.  

Am Vorbereitungstag

An diesem Tag erfolgen ggf. einige Untersuchungen. 

Je nach Befund oder Operation wird Ihnen Blut für Laboruntersuchungen abgenommen.

Unter Umständen wird ein EKG geschrieben und/oder ein Röntgenbild von Ihrem Brustkorb (Thorax) erstellt. 

Diese Untersuchungen dienen dazu, nähere Informationen über Ihren Gesundheitszustand zu erhalten und Sie optimal auf die Operation vorzubereiten. 

Zusätzlich werden wir mit Ihnen ein Aufklärungsgespräch über die Operation führen. Wir werden Ihnen den Eingriff und auch mögliche Folgen und/oder Komplikationen erklären. Sie bekommen Gelegenheit alle Ihre Fragen zu stellen um evtl. Unklarheiten zu beseitigen. Es mag hilfreich sein, dass Sie sich Ihre Fragen vorher aufschreiben. 

Sie werden ebenso ein Gespräch mit einem Narkosearzt führen. Er spricht mit Ihnen über die Art der Narkose, deren Wirkungen und Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen. Sie erhalten einen Fragebogen, auf dem für die Narkose wichtige Informationen über Sie und Ihren Gesundheitszustand erfragt werden. Bitte füllen Sie diesen vor dem Gespräch aus. Sie geben Aufschluss darüber, worauf in Ihrer Situation besonders zu achten ist. 

Am Abend vor der Operation

Es wird Ihnen zuvor ein Zeitpunkt genannt, von dem an Sie nüchtern bleiben müssen. In den meisten Fällen gilt: 

6 Stunden vor OP (24:00 Uhr):

  • nicht mehr essen
  • nicht rauchen

2 Stunden vor OP (06:30 Uhr):

  • nicht mehr trinken 
  • keine Bonbons, Kaugummis o.ä. 

Dies ist von großer Wichtigkeit, da es sonst bei der Narkose zu Komplikationen kommen kann. 

Ebenso sollten Sie sich, wenn mit Ihnen besprochen, die mitgegebene Anti-Thrombosespritze injizieren.  

Am Morgen der Operation

Sie sollten sich, wie vorher festgelegt, rechtzeitig auf der Ihnen zugeteilten Station einfinden. Zuvor melden Sie sich bitte an der Information in der Eingangshalle, damit Sie im PC erfasst werden können. Bringen Sie bitte stets Ihre eigenen Medikamente mit.

Zusätzlich sollten Sie eine „Kulturtasche“ mit allen erforderlichen Pflegeutensilien (Zahnpflege, Rasierer, Binden, Tampons, etc.) mitbringen. Falls Sie eine Brille, Kontaktlinsen oder eine Zahnprothese tragen, denken Sie an die entsprechenden Aufbewahrungsbehälter. Bei einigen Operationen der Bauch- oder Gefäßchirurgie werden ggf. vorher Abführmaßnahmen eingeleitet, um den (End-) Darm zu reinigen. 

Das Operationsfeld wird ggf. rasiert, um Infektionen durch Keime zu verhindern. Bitte führen Sie dies keinesfalls selbstständig durch! Sie erhalten, wenn nötig und zuvor angeordnet, eine Prämedikation. Das ist ein Medikament, welches Sie auf die bevorstehende Narkose vorbereitet und beruhigt. Sie sollten, wenn zuvor mit Ihnen besprochen, Ihre Medikamente mit einem kleinen Schluck Wasser einnehmen. 

Bei größeren Operationen wird Ihnen evtl. ein Katheter durch die Harnröhre in die Blase gelegt, um die Blase während und nach der OP zu entlasten. Dies geschieht im Regelfall nachdem Sie narkotisiert wurden. Jeglicher Schmuck muss abgelegt werden (Ringe, Ketten, Ohrringe, Piercings, etc.). Kurz vor der OP muss auch Brille, Hörgerät und Zahnprothese abgelegt werden. Sie erhalten vom Krankenhaus ein OP-Hemd, eine Einmalhaube und ggf. Anti-Thrombosestrümpfe. 

zur Startseite Seitenanfang Druckansicht