Innovatives Verfahren

Erstmals geplatzte Arterie minimal-invasiv rekonstruiert

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach: Innovatives Verfahren für lebensrettende Sofortmaßnahme angewandt – Kooperation von Gefäßchirurgie und der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.

(Bergisch Gladbach, 19.02.2019) In einer dramatischen Rettungsaktion am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach haben die Gefäßchirurgen unter der Leitung von Chefarzt Dr. Payman Majd und das Team der Anästhesie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Manfred Molls eine 77 Jahre alte Dame davor bewahrt, innerlich zu verbluten. Erstmals wurde dabei am EVK eine geplatzte Hauptschlagader im Bereich des Brustkorbs minimal-invasiv mit Hilfe einer Prothese wieder rekonstruiert.

Die Patientin kam mit Brustschmerzen in die Klinik und zunächst wurde Richtung Herzinfarkt untersucht, doch das Ergebnis war negativ. Dann stellte sich heraus, dass ein geplatztes Aneurysma (erweiterte Hauptschlagader), die Beschwerden verursacht hatte. „Normalerweise verläuft solch ein geplatztes Aneurysma tödlich“, ordnet Dr. Majd das Geschehen ein. Und normalerweise wird bei einer geplatzten Hauptschlagader der Brustkorb geöffnet. Dr. Majd konnte jedoch über die Leiste per Katheter eine Gefäßprothese bis zur defekten Stelle einbringen und die Blutung wurde gestoppt.

Drei Tage lang blieb die Patientin anschließend noch auf der Intensivstation des EVK, ehe sie auf die Normalstation und später beschwerdefrei entlassen werden konnte. „Somit haben wir am EVK das erste thorakale Aortenaneurysma als Notfall in enger Kooperation mit der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin endovaskulär ausgeschaltet“, bilanziert Dr. Majd. Seit Anfang dieses Jahres ist er der neue Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie – vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie.