Ihr Aufenthalt
OP-Informationen

Auf dem Weg zur OP

Der OP-Bereich in einem Krankenhaus ist eine eigene Welt für sich, die die wenigsten Menschen wirklich kennen. Und wie es bei den meisten dieser Orte der Fall, ranken sich auch um den OP viele – teilweise skurrile – Geschichten. Einen ersten realistischen Eindruck zu diesem Thema vermitteln wir Ihnen an dieser Stelle. Sollten Sie weitere Fragen haben – wovon wir ganz stark ausgehen – wenden Sie sich bitte an uns. Wir beantworten jede Ihrer Fragen so, dass Sie das gute Gefühl bekommen, über alles vollumfänglich informiert zu sein.

Welche Behandlung ist für mich die Beste?

Nur wenn Sie Ihre Krankheit beziehungsweise Verletzung im Hinblick auf ihre Ursachen und Folgen verstehen, können Sie auch mit voller Überzeugung eine Entscheidung über die für Sie am besten geeignete Behandlung treffen. Im Rahmen unserer Beratungsgespräche beantworten wir Ihnen alle Ihre Fragen dazu verständlich und umfassend.

Was mache ich, wenn es mehrere Behandlungsverfahren gibt?

Wenn für Sie unterschiedliche Behandlungsverfahren in Frage kommen, werden wir alle Aspekte der jeweiligen Verfahren gemeinsam in einem offenen Gespräch erörtern und abwägen. Dazu gehören neben Ihrem Gesundheitszustand zum Beispiel auch Ihre Ansprüche an das Behandlungsergebnis und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung.

Was mache ich, wenn ich eine „zweite Meinung“ einholen möchte?

Wir respektieren Ihren Wunsch nach einer zweiten Meinung zu jedem Zeitpunkt. Teilen Sie uns dieses bitte ganz offen mit – wir stellen Ihnen dann alle medizinischen Unterlagen und Röntgenbilder, die Sie zur Vorstellung bei einem anderen Arzt benötigen, zur Verfügung. Sollte Ihr Hausarzt oder ein anderer Kollege im weiteren Verlauf Fragen an uns haben, stehen wir ihm hierfür gerne telefonisch oder auch persönlich zur Verfügung. 

 

Wenn Sie eine zweite Meinung einholen möchten, aber nicht wissen, an wen Sie sich wenden sollen, stellen wir gerne den Kontakt zu Kollegen im In- und Ausland für Sie her. Das Ergebnis aus diesem Gespräch fließt dann selbstverständlich mit in den weiteren Entscheidungsprozess ein.

 

Wenn Sie es wünschen, können wir gerne Ihren Hausarzt, Ihre Angehörigen oder auch Ihren geistlichen Beistand in das Gespräch miteinbeziehen, um so den für Sie am besten geeigneten Weg zu finden. 

 

Generell gilt: Es müssen beim ersten Gespräch – sofern es sich nicht um einen Notfall handelt – noch keine Entscheidungen getroffen werden. 

 

Sollten Sie sich – im umgekehrten Falle – bei uns eine zweite Meinung einholen wollen, bringen Sie bitte alle Ihnen zugänglichen medizinischen Unterlagen, Laborbefunde und Röntgenbilder zu unserem Beratungsgespräch mit. 


Vorbereitungen auf die Operation

Um die Gesamtdauer Ihres Krankenhausaufenthaltes so kurz wie möglich zu gestalten, kommen bereits im Vorfeld Ihrer Operation einige Untersuchungen und Maßnahmen zum Tragen, die maßgeblich zu einem effizienten, sicheren Operationsverlauf beitragen. Wir stellen Ihnen hier einige der häufigsten vor – auch wenn diese natürlich sehr von Mensch zu Mensch variieren können.

Am Tag vor der Operation

Kennzeichnend für den Vorbereitungstag sind eine Reihe von unterschiedlichen Untersuchungen. Je nach Befund beziehungsweise geplanter Operation wird Ihnen zum Beispiel Blut für Laboruntersuchungen abgenommen, ein Elektrokardiogramm (EKG) aufgezeichnet oder auch ein Röntgenbild von Ihrem Brustkorb (Thorax) erstellt. Diese Untersuchungen dienen dazu, Sie optimal auf die Operation vorzubereiten. 

 

Dazu kommen zwei Gespräche bezüglich der Operation sowie der Narkose. Wir erklären Ihnen das Vorgehen und informieren Sie über Risiken, Wirkungen und Nebenwirkungen. Selbstverständlich beantworten wir auch alle Ihre Fragen in diesem Zusammenhang. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle dazu: Notieren Sie sich alle Ihre Fragen im Vorfeld, dann geht kein Aspekt verloren.

 

Speziell für Ihre Narkose erhalten Sie vorab noch einen Fragebogen, den Sie bitte vor dem Gespräch ausfüllen und zum Gespräch mitbringen.

Am Abend vor der Operation

Im Vorfeld der Operation bekommen Sie eine Uhrzeit genannt, von der an Sie nüchtern bleiben müssen, also bitte nichts mehr essen und trinken (außer Wasser). In den meisten Fällen gilt dabei, dass:

  • Sie ab 18 Uhr des Vortages nicht mehr essen oder rauchen dürfen,
  • 2 Stunden vor der Operation auch nichts mehr trinken (auch kein Wasser) und
  • vor allem auch keine Bonbons, Kaugummis oder ähnliches lutschen beziehungsweise kauen dürfen.

 

Die Einhaltung dieser Vorgaben ist von höchster Bedeutung, da es sonst bei der Narkose zu Komplikationen kommen kann. Alle Details zu Ihrer ganz individuellen Vorbereitungsphase besprechen wir dabei selbstverständlich ausführlich im Rahmen unseres Vorbereitungsgespräches.


Stationäre Behandlung

So geht es nach Ihrer Operation weiter

Genauso wie es definierte Maßnahmen vor der Operation gibt, ist auch die unmittelbare Zeit nach Ihrer Operation organisiert. Hier erfahren Sie beispielhaft, wie es nach Ihrer Operation weitergeht.

Vom Operationssaal in den Aufwachraum

Nach Ihrer Operation in Vollnarkose oder in Regionalanästhesie bringen wir Sie in den Aufwachraum. Wenn Sie von sich aus schmerzfrei sind und Ihr Kreislauf stabil ist, bringen wir Sie auf die Normalstation. Sollten Sie eventuell Schmerzen haben, geben wir Ihnen selbstverständlich ein Schmerzmittel.

 

Um den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen und Ihren Kreislauf stabil zu halten, erhalten Sie gegebenenfalls eine Infusion aus einem Tropf. Wann Sie wieder essen und trinken dürfen, hängt zum einen von der Art der Narkose und zum anderen von der Operation ab. Ihr verantwortlicher Arzt beziehungsweise Pfleger informiert sie umgehend darüber.

Vom Aufwachraum auf die Station

Nach der Operation werden Sie so frühzeitig wie möglich mobilisiert: Während wir Sie zum Beispiel beim Sitzen auf der Bettkante oder beim Aufstehen unterstützen, können Sie diesen Prozess von sich aus zum Beispiel durch Atem- und Bewegungsübungen mit den Beinen und/oder Füßen unterstützen. Hierfür werden Sie von unseren Pflegern und Krankengymnasten vorab entsprechend angeleitet. 

Von der Station nach Hause

Nachdem der verantwortliche Arzt Ihren Entlassungszeitpunkt festgelegt hat, stellen wir Ihre Unterlagen zusammen, die wir Ihnen dann am Tag Ihrer Entlassung mitgeben. Dazu gehören:

  • der Entlassungsbrief für Ihren Hausarzt, den Einweiser oder den weiterbehandelnden Facharzt sowie
  • eventuelle Termine für weitere Untersuchungen.  

 

Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei allen Fragen rund um Ihre Entlassung beziehungsweise Ihr Ankommen zu Hause. Ganz gleich ob es darum geht, wie Sie nach Hause kommen oder ob Sie eventuell Unterstützung bei der Bewältigung des Alltages benötigen – bitte sprechen Sie uns so frühzeitig wie möglich dazu an. Wir helfen Ihnen gerne und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!


So geht es nach Ihrem Krankenhausaufenthalt weiter

Wir organisieren Ihre Weiterbehandlung

Ihre Weiterbehandlung übernimmt in der Regel ein niedergelassener Kollege. Bitte teilen Sie uns dafür mit, an wen wir die dafür notwendigen Unterlagen – auch „Arztbrief“ genannt – adressieren und versenden sollen.

 

Eventuell notwendige Nachuntersuchungstermine bei Ihrem Hausarzt oder weiterbetreuenden Facharzt können Sie und/oder wir bereits frühzeitig von der Station aus vereinbaren.

 

In dem unwahrscheinlichen Fall, dass nach Ihrer Entlassung Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte jederzeit umgehend an uns. Wir sind an 365 Tagen rund um die Uhr für Sie da.