Medizindialog in Kürten

Herzrasen und Herzstolpern: Gefährlich? Ablation?

"Das Herz rast oder stolpert ohne Vorboten und wie aus heiterem Himmel". Oft gleichen sich die Schilderungen. Die Betroffenen erkennen sofort, dass sie anfallsartig auftretende Herzrhythmusstörungen haben.

Dr. med. Erica Mittmann-Braun

Nicht selten sind die Beschwerden eher vielgestaltig und schwer einzuordnen. Meist entwickelt sich eine schleichende Leistungsminderung und Luftnot unter Belastung. Manchmal treten Ohnmachtsanfälle oder Schwindel aus. Eine besonders gefährliche Situation ist der Herzkreislauf-Stillstand, bei dem Rettung nur durch sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen gelingt. Alle diese Erscheinungsbilder können Ausdruck von Herzrhythmusstörungen sein. Zur genauen Bewertung ist die Ableitung eines Elektrokardiogramms (EKG) im entscheidenden Moment wichtig. Dies ist für die Betroffenen oft schwierig oder gar unmöglich. Hier kann die moderne "Elektrophysiologie" (ein besonderes Teilgebiet innerhalb der Kardiologie) weiterhelfen, die spezielle Verfahren zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen anwendet. Ist die Diagnose erstellt, folgt die Frage nach der besten Behandlung.

Dem in der "Elektrophysiologie" ausgebildeten Kardiologen steht heutzutage ein breites Behandlungsspektrum zur Verfügung. Neben der gezielten Auswahl eines Medikamentes gegen Herzrhythmusstörungen (einem sogenannten "Antiarrythmikum") ist manchmal auch der Einsatz von Herzschrittmachern bzw. Defibrillatoren notwendig. Von besonderer Bedeutung ist aber die Behandlung durch den Herzkatheder. Hierbei werden über die Leiste bewegliche Katheder in die Blutgefäße eingeführt und behutsam zum Herzen vorgeschoben.

Die elektrischen Signale von den Kathedern werden ausgewertet und auf diese Weise der Ursprung der Herzrhythmusstörungen geortet. Direkt anschließend kann dann über einen weiteren Katheder eine punktgenaue Verödung vorgenommen werden. Nur durch dieses Verfahren ist eine "Heilung" von Herzrhythmusstörungen möglich, bei einigen Formen auch bis fast zu 100 % zu erreichen. Während der Behandlung erhält der Patient Beruhigungsmittel, um eine entspannte Atmosphäre sicherzustellen. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel nur wenige Tage, kurz danach ist man wieder belastbar.

Ort: Bürgerhaus Kürten, Karl-Heinz-Stockhausen-Platz, 51515 Kürten

Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich!

Von 19:30 bis 21:00 Uhr

Dozentin:
Dr. med. Erica Mittmann-Braun

Weitere Informationen: Tel. 02202 / 122-7300 und hier auf der PUR Webseite

Donnerstag, 10.10.2019,

19:30 bis 21:00 Uhr

Bürgerhaus Kürten,

Karl-Heinz-Stockhausen-Platz,

51515 Kürten

Veranstaltungsraum

Freier Eintritt

keine Anmeldung erforderlich