15.02.2014

15 Kilo-Tumor während laufender Schwangerschaft aus Eierstock entfernt

Am Valentinstag kam Baby gesund zur Welt - Eingriff dauerte über zwei Stunden - Hightech-Operationen in der Frauenklinik.

Glückliches Ende einer dramatischen Schwangerschaft: Jaden Christian Preuss (3660 Gramm, 52 Zentimeter) und Mutter Tatjana Preuss aus Bergisch Gladbach sind nach der Geburt am Valentinstag wohlauf, das Kind ist bei bester Gesundheit. Dabei hatte es zu Beginn gar nicht danach ausgesehen. In der frühen Phase der Schwangerschaft hatte sich in kürzester Zeit ein riesiges Geschwulst gebildet, rund 15 Kilogramm schwer. Zum einen wussten die Ärzte nicht, ob es bösartig war - und es drohte außerdem, dem Fötus alle lebenswichtigen Nährstoffe abzugraben.

In dieser für Mutter und Kind dramatischen Situation entschlossen sich die Spezialisten am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach zur Operation, um das Geschwulst zu entfernen. "Aufgrund der Lage des Tumors war es ein sehr schwieriger Eingriff", erinnert sich Privatdozent Dr. Christian Rudlowski, Chefarzt der Frauenklinik, "er hat weit über zwei Stunden gedauert." Normalerweise hätte eine solche Operation das Ende der Schwangerschaft bedeutet. Doch am EVK konnte der Fötus gerettet werden. "Im Bereich der gynäkologischen Operationen können wir unseren Patientinnen ein sehr hohes Niveau anbieten", erklärt Dr. Rudlowski.

Doch wie konnte es in dem beschriebenen Fall zu solch einem großen Gewächs überhaupt kommen? "Offenbar gab es ein kleines Geschwulst im Eierstock, das durch den Hormonschub während der Schwangerschaft ungebremst gewachsen ist", erklärt der Frauenarzt. Der niedergelassene Frauenarzt Dr. Riedel aus Bergisch Gladbach hat die Patientin mit betreut.