
Studienzentrum
Studienzentrum
Das Studienzentrum des Zentrums für Frauenheilkunde vereint medizinische Expertise, modernste wissenschaftliche Forschung und eine strukturierte, patientenorientierte Betreuung. Wir führen klinische Studien nach den höchsten Standards, unter strikter Einhaltung der Good Clinical Practice (GCP), ethischer Leitlinien und aller geltenden nationalen und landesrechtlichen Vorgaben durch.
Unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Studienärztinnen und -ärzten, Physiscian Assistents sowie Studienkoordinatorinnen begleitet Sie professionell durch alle Phasen der Studie. Dies reicht von der ersten Prüfung Ihrer Eignung anhand der Diagnosemerkmale über ausführliche Aufklärung bis hin zu regelmäßigen Kontroll- und Betreuungsterminen.
Ziel unserer Arbeit ist es, innovative Therapien verantwortungsvoll zu erforschen und Patientinnen Zugang zu modernen Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen – stets mit höchster Sicherheits- und Qualitätskontrolle.
Bei uns stehen Sie als Patientin im Mittelpunkt: Wir informieren transparent, beantworten alle Ihre Fragen und sorgen dafür, dass Sie sich gut aufgehoben, sicher und kompetent betreut fühlen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Prof. Dr. med. Christian Rudlowski
Chefarzt der Frauenklinik
Laufende Studien mit Rekrutierungstatus
WIDER-NOVATIS Study ID: CLEE011O12001 (geschlossen)
Die WIDER-Studie ist eine klinische Phase-IIIb-Studie, die den Einsatz von Ribociclib (Kisqali®) in Kombination mit einer endokrinen Therapie (Aromatasehemmer) untersucht. Sie richtet sich an Patienten mit HR+/HER2- frühem Brustkrebs in den Stadien II und III, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Kombination unter praxisnahen Bedingungen zu bestätigen.
CAROLEEN-NOVATIS Study ID: CLEE011O1DE01 (offen)
Die CAROLEEN-Studie ist eine nicht-interventionelle Anwendungsbeobachtung, die den Einsatz von Ribociclib (Kisqali®) in Kombination mit einem Aromatasehemmer untersucht. Sie richtet sich an Patienten mit HR+/HER2-frühem Brustkrebs im Stadium II und III mit hohem Rückfallrisiko.
Ziel der CAROLEEN-Studie ist es, die Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs weiter zu verbessern und besser zu verstehen, welche Therapiestrategien langfristig am wirksamsten und individuell am besten verträglich sind.
OASIS 4.0 – BAYER | NCT05587296 (geschlossen)
Das OASIS 4.0-Studienprogramm von Bayer untersucht den Wirkstoff Elinzanetant (Handelsname Lynkuet®) zur Behandlung von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen (vasomotorische Symptome) bei vorhandenem Mamma-CA.
CAPTOR-BC-Institut für Frauengesundheit Erlangen | Study ID: CLEE011O12202 (offen)
Die CAPTOR-BC-Studie ist eine deutsche Phase-IV-Studie, die den Einsatz von Ribociclib (Kisqali®) beim metastasierten HR+/HER2- Brustkrebs untersucht.
Sie untersucht bei Patientinnen mit Brustkrebs, die mit modernen zielgerichteten Therapien behandelt werden, wie sich Behandlungsergebnisse im klinischen Alltag entwickeln und welche Faktoren den Therapieerfolg beeinflussen.
Im Mittelpunkt steht die systematische Erfassung von klinischen Daten sowie biologischen Proben, um besser zu verstehen, warum Patientinnen unterschiedlich auf bestimmte Therapien ansprechen oder im Verlauf der Behandlung Unterschiede auftreten.
Ziel der Studie ist es, die personalisierte Brustkrebstherapie weiter zu verbessern und künftig besser vorhersagen zu können, welche Behandlung für welche Patientin am besten geeignet ist.
SURVIVE-Studie – Institut für Frauengesundheit Erlangen | NCT05494203 (offen)
Die SURVIVE-Studie ist eine akademische Nachsorgestudie unter der Leitung des Instituts für Frauengesundheit Erlangen, die untersuch, ob eine intensivierte Überwachung mittels Bluttests (Liquid Biopsy), welche zusätzlich zur Standardnachsorge bei ihrem Gynäkologen kontrolliert werden,zu einem früheren Erkennen vonRezidiven führt. Sie richtet sich an Patientinnen mit frühem Brustkrebs (Stadium I-III), die ihre Primärtherapie abgeschlossen haben und ein erhöhtes Rückfallrisiko aufweisen.
I-PREPARE (EUBREAST 11) – Institut für Frauengesundheit Erlangen | NCT05421749 (offen)
Die I-PREPARE-Studie ist eine Beobachtungsstudie, welche die Sicherheit und ästhetischen Ergebnisse des präpektoralen Brustwiederaufbaus untersucht. Bei einem präpektoralen Brustaufbau wird das Implantat vor dem Brustmuskel platziert, anstatt subpektoral (unter dem Muskel).
Ziel ist die Bewertung der Patientenzufriedenheit sowie die Analyse potenziell reduzierter Schmerzen durch die Muskelschonung.
TYPER-Studie Institut für Frauengesundheit Erlangen (offen)
Die TYPER-Studie („Typology-based Coaching on Persistence“) untersucht, ob ein individuell angepasstes Coaching Patientinnen und Patienten dabei helfen kann, ihre Therapie mit Ribociclib (Kisqali®) in Kombination mit einem Aromatasehemmer zuverlässiger umzusetzen und langfristig beizubehalten.
Dabei wird berücksichtigt, dass Menschen unterschiedlich sind und auf unterschiedliche Art und Weise mit ihrer Erkrankung, Behandlung und der Akzeptanz dieser, umgehen. Auf Basis bestimmter Merkmale werden Teilnehmende verschiedenen Typen zugeordnet und entsprechend individuell betreut. Ziel ist es herauszufinden, ob diese individuelle, persönlichere Unterstützung dazu beiträgt, dass Therapien regelmäßiger eingehalten und seltener vorzeitig abgebrochen werden.
PROSPER - UCSF Women's Health Clinical Research Center (offen)
Die PROSPER-Studie ist eine Beobachtungsstudie mit Frauen, die eine Veränderung in den BRCA1- oder BRCA2-Genen haben, wodurch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen bestehen kann. Die Teilnehmerinnen entscheiden sich entweder für eine vorbeugende Operation zur Entfernung der Eierstöcke und Eileiter (RRSO) oder für eine Behandlung ohne Operation und werden über einen längeren Zeitraum begleitet. Ziel der Studie ist es, besser zu verstehen, wie sich diese unterschiedlichen Entscheidungen auf die Gesundheit, das Wohlbefinden und mögliche Beschwerden auswirken, um die Betreuung von Frauen mit BRCA-Mutation künftig weiter zu verbessern.
ADAPT Late – WSG (West Deutsche Studiengruppe) (geschlossen)
Die ADAPT Late-Studie untersucht bei Patientinnen mit hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Brustkrebs verschiedene endokrine Behandlungsstrategien. Im Mittelpunkt stehen antihormonelle Therapien wie Aromatasehemmer oder Fulvestrant, die je nach Studienarm allein oder in Kombination mit zielgerichteten Medikamenten wie CDK4/6-Inhibitoren eingesetzt werden. Ziel der Studie ist es herauszufinden, welche Therapieoptionen in dieser Krankheitsphase besonders wirksam und gut verträglich sind und sich am besten für eine individualisierte Behandlung eignen.
Endometrium-QS (MMF Münster)
Die Endometrium-QS-Studie der MMF Münster ist eine nicht-interventionelle Qualitäts- und Versorgungsstudie im Bereich der Reproduktionsmedizin. Sie beschäftigt sich mit der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) und deren Bedeutung für Diagnostik, Therapie und Behandlungsergebnisse im klinischen Alltag.
Ziel der Studie ist es, die medizinische Versorgung im Bereich des Endometriums zu verbessern. Dafür werden routinemäßige Untersuchungs- und Behandlungsdaten ausgewertet, um besser zu verstehen, wie sich die Gebärmutterschleimhaut verhält und welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen besonders zuverlässig sind.
Die Studie greift nicht aktiv in Behandlungen ein, sondern analysiert bestehende Versorgungsdaten, um langfristig die Qualität der gynäkologischen und reproduktionsmedizinischen Betreuung zu optimieren.
Demnächst: IMPACT-Studie
Die IMPACT-Studie ist eine Beobachtungsstudie im Bereich der gynäkologischen Onkologie mit Patientinnen, die an metastasiertem Brustkrebs erkrankt sind. Im Rahmen der Studie wird untersucht, wie sich ein strukturiertes Patienten-Coaching im Vergleich zur üblichen Betreuung auf den Verlauf der Behandlung auswirkt. Dabei werden die Patientinnen im Alltag begleitet, ohne dass in die medizinische Therapie eingegriffen wird. Ziel der Studie ist es besser zu verstehen, ob ein zusätzliches, systematisches Coaching dazu beitragen kann, die Unterstützung während der Therapie zu verbessern und den Umgang mit der Erkrankung positiv zu beeinflussen.
Demnächst: HELIXOR-Misteltherapie
Die HELIXOR-Misteltherapie wurde in klinischen Studien als begleitende Behandlung in der Onkologie untersucht. Dabei wird der Einsatz von Mistelextrakten zusätzlich zur Standardtherapie, zum Beispiel bei Brust- oder fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, geprüft.
Im Fokus steht insbesondere die Frage, ob die Misteltherapie die Lebensqualität während der Krebsbehandlung verbessern und therapiebedingte Beschwerden wie Müdigkeit oder Nebenwirkungen lindern kann.
Die Misteltherapie wird daher als ergänzende (komplementäre) Behandlung eingesetzt und ersetzt keine onkologische Standardtherapie.
Ihre Ansprechpartner/innen
Kontakt
Studienkoordination:
Maike Herbst von Bleichert
Telefon: 02202 / 122 2456
Zeynep Erdi
Telefon: 02202 / 122 2475
E-Mail: studienzentrum-gyn@evk.de
Telefonisch erreichbar Montag bis Freitag von 8 bis 14:30 Uhr.