08. bis 26. Juni

Informationswochen Demenz

Informationswochen Demenz | 08. Juni bis 26. Juni

Wir begrüßen Sie zu den zweiten Informationswochen Demenz des Gesundheitscampus Quirlsberg im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach.

Demenz ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die zum Verlust von geistigen Fähigkeiten und zu Veränderungen im Verhalten führen können. Immer mehr Menschen sind davon betroffen und somit auch deren Angehörige.

Wir möchten Ihnen die Gelegenheit bieten, sich vom 08. bis 26. Juni umfassend zu informieren.

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Musterwohnung Demenz der AOK

Wie kann der eigene Wohnraum für Menschen mit einer Demenz zu gestaltet werden, sodass er Orientierung, Sicherheit und zugleich Wohlbefinden bietet? Antworten auf diese Fragen gibt die Musterwohnung Demenz der AOK. Die Ausstellung richtet sich an pflegende Angehörige und Interessierte. Der kostenfreie Besuch der Musterwohnung ist in der Zeit vom 08. Juni bis 26. Juni jeweils montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr möglich und wird durch Fachpersonal begleitet.

Anmeldung:
AOK Servicestelle Demenz
Tel.: 0211/8791 58710
E-Mail: sst_demenz@rh.aok.de

Besichtigungen ohne Führung sind leider nicht möglich.Die Ausstellung befindet sich im kleinen EVK-Forum im Ärztehaus I (5. Etage).


Vortragsprogramm

Alle Vorträge finden im großen EVK-Forum im Ärztehaus I (5. Etage) statt. Beginn jeweils 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Demenz fordert uns – Beziehung trägt uns“ Zwischen Fürsorge, Überforderung und der Frage: Wann reicht Zuhause nicht mehr?

Montag | 08. Juni

Isabell Benning
Fachkraft für Gerontopsychiatrische Pflege und Betreuung
Pflegedienstleitung Haus Quirlsberg

„Warum jeder Schritt zählt“ Körperliche Aktivität und ihre Wirkung bei Demenzerkrankungen Theoretische und praktische Perspektiven

Dienstag | 09. Juni
Für Angehörige gemeinsam mit Demenzerkrankten.

Demenzerkrankungen, insbesondere die Alzheimer-Demenz, zählen zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Eine Heilung gibt es bisher nicht, jedoch existieren Möglichkeiten, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Neben medikamentösen Therapien spielt körperliche Aktivität eine zentrale Rolle in der voll- und teilstationären gerontopsychiatrischen Versorgung.

Der Vortrag beleuchtet sowohl theoretische als auch praktische Aspekte der Wirkung von Bewegung auf Demenzerkrankungen. Dabei werden nicht nur die positiven Effekte auf bestehende Erkrankungen, sondern auch die präventiven Möglichkeiten von körperlicher Aktivität näher erläutert. Zusätzlich werden konkrete, praxisnahe Empfehlungen vorgestellt.

Felix Zebe
Sportwissenschaftler M.A.
Sporttherapeut Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am EVK Bergisch Gladbach

„Darf der noch fahren?“ Autofahren bei Demenz

Mittwoch | 10. Juni

In meinem Vortrag spreche ich die rechtlichen Aspekte zum Führerschein an und die damit verbundenen Auswirkungen & Grenzen zum „Auto fahren“ bei einer Demenzerkrankung. Ich gebe praktische Hilfestellung, um das schwierige Thema erst einmal anzusprechen, denn es geht immer um die Mobilität und Selbständigkeit des Betroffenen. Wann ist es Zeit einzugreifen und wann bin ich möglichweise in der Pflicht, dass zu tun und wo kann ich mir Hilfe holen?  Ich selbst habe festgestellt, dass das Thema viele Menschen bewegt, aber kaum jemand darüber sprechen oder es „anpacken“ möchte.

Nicole Sutschet
Polizeihauptkommissarin und Verkehrssicherheitsberaterin

„Plötzlich verwirrt“ Was ist eigentlich ein Delir?

Freitag | 12. Juni

Delir bei Demenz ist eine häufige Diagnose bei stationären Aufnahmen in die Gerontopsychiatrie. In dem Vortrag sollen die besonderen Merkmale des Delirs, deren Ursachen und die wichtige Rolle der Angehörigen bei der Behandlung des Delirs anhand von Beispielen aufgezeigt werden.

PD Dr. med. Fritz-Georg Lehnhardt
Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am EVK Bergisch Gladbach
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

„Ist das noch lebenswert?“ Ethische Aspekte bei Demenzerkrankungen

Montag | 15. Juni

Wie kann die Patientenautonomie gewahrt und beachtet werden, wenn die Bedeutung des gesprochenen Wortes nicht mehr zu erfassen ist?

Außerdem werden ethische Fragen/ Dilemmasituationen im Rahmen eines fortgeschrittenen Krankheitsprozesses besprochen und Therapieoptionen beleuchtet.

Sandra Bornkessel
Ethikberaterin am EVK Bergisch Gladbach

„Mehr als Worte“ Gelingende Kommunikation bei Demenz

Dienstag | 16. Juni

Mit dem fortschreitenden Verlauf einer Demenzerkrankung wird die Kommunikation zunehmend erschwert. Dies führt häufig zu Missverständnissen und Frust bei allen Beteiligten. Auch das Verhalten wird durch die Erkrankung beeinflusst. Viele Verhaltensweisen lassen die Angehörigen an ihre Grenzen kommen. In dem Vortrag werden zum einen Ursachen für Kommunikationsschwierigkeiten und herausforderndes Verhalten vorgestellt. Zum anderen werden aber auch Strategien besprochen, wie man am besten mit den zuvor dargestellten Herausforderungen umgehen kann.

Katharina Regenbrecht
Koordinatorin Demenzinitiative
TANDEm Köln

Fachvortrag: „Antikörpertherapie bei der Alzheimer-Krankheit“ Indikation, Effekte, Nebenwirkungen und praktische Umsetzung

Mittwoch | 17. Juni
Vortrag für Fachpersonal. 2 CME-Punkte.

Die neuen Antikörpertherapien stellen einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit dar. Der Vortrag gibt einen Überblick über diese Therapieform und beleuchtet insbesondere die Indikation, die zu erwartenden Effekte auf den Krankheitsverlauf sowie mögliche Nebenwirkungen. Darüber hinaus werden Aspekte der praktischen Umsetzung im klinischen Alltag diskutiert, einschließlich Patientenauswahl, Diagnostik und Monitoring während der Therapie.

Univ.-Prof. Dr. Özgür Onur
Leitender Oberarzt Neurologische Klinik Universität Köln
Marga und Walter Boll-Stiftungsprofessur für Altern und demenzielle Erkrankungen
Leiter der AG Altern und Demenz

„Demenz in der erzählenden Literatur“ Interaktiver Vortrag mit Impulsen aus der Literatur

Freitag | 19. Juni

Im Jahr 2010 erschien das Buch „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger. Die Erfahrungen des Schriftstellers mit seinem über mehr als 10 Jahre dementen Vater, münden schließlich in ein literarisches Werk. Seither haben sich viele erwachsene Töchter und Söhne, Partner-und Partnerinnen schreibend der besonderen Welt dementiell Erkrankter, dem uns verschlossenen Reich der Königinnen und Könige
autofiktional angenähert. Welchen Mehrwert bringen uns solche Darstellungen? Werden die BetroYenen damit bloßgestellt, dienen sie als StoY für einfallslose Autoren oder kann uns die literarische
Bearbeitung in der Wahrnehmung, Einordnung und Bewertung mancher Situationen unterstützen? Anhand von Zitaten aus diversen Romanen werden wir uns diesen Fragen stellen und ein vorläufiges Resümee ziehen. Eine Literaturliste mit einschlägigen Titeln wird zur Verfügung gestellt.

Dr. phil. Ursula Pietsch-Lindt

„Ich lasse mich doch nicht entmündigen!“ Vorsorgevollmacht, Betreuung und Ehegattenvertretungsgesetz unter besonderer Berücksichtigung von Demenzerkrankungen

Montag | 22. Juni

Wenn Menschen ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen können, sei es aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung (wie z.B. einer Demenzerkrankung, o.a.), entstehen eine Reihe von Fragen, wie zum Beispiel: Wer regelt die Vermögensangelegenheiten? Wer ist Ansprechpartner von Ärzten und kann wichtige medizinische Entscheidungen treffen?

Ohne eine entsprechende Vorsorge dürfen auch Angehörige diese Angelegenheiten nicht erledigen.

Um die Anordnung einer rechtlichen Betreuung zu vermeiden, ist die vorherige Erteilung einer rechtswirksamen Vollmacht erforderlich. In medizinischen Notsituationen dürfen Ehegatten den anderen Ehegatten für einen befristeten Zeitraum vertreten.

In einer aktiven Diskussion werden wichtige Informationen zu der Anordnung einer rechtlichen Betreuung und dem Betreuungsrecht, der Vorsorgevollmacht und dem Ehegattennotvertretungsrecht gegeben und Fragen der Teilnehmer beantwortet.

Claudia Freudenberger
Betreuungsbehörde Bergisch Gladbach

„Mit Musik geht alles besser“ Kurzvortrag und gemeinsames Singen bekannter Lieder

Dienstag | 23. Juni

Dr. phil. Irene Fuchs
Dipl.-Psychologin
Musiktherapeutin in Ausbildung
Zertifizierte Singleiterin

„Resilienz – Stärkung in turbulenten Zeiten“ Wie kann ich das machen?

Mittwoch | 24. Juni

Die meisten pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz haben schon einmal gedacht: „Mir ist alles zu viel. Das wächst mir über den Kopf“. In turbulenten, oftmals belastenden Zeiten reichen die Gefühle von Trauer und Verzweiflung über Wut und nicht Wahrhabenwollen bis zu Erschöpfung und führen oftmals auch zu eigener Erkrankung.

Was können Sie in solchen Situationen tun? Oder was könnten Sie bereits vorab tun? Ich werde in meinem Vortrag Resilienz als eine Methode zur Stärkung der eigenen Widerstandskraft vorstellen und erläutern, wie Denkhaltungen und Übungen der Resilienz Sie im Alltag stärken können.

Katharina Regenbrecht
Koordinatorin Demenzinitiative
TANDEm Köln

„Vergesslich? Dement? Alzheimer?“ Demenzerkrankungen – ein komplexes Thema verständlich erklärt

Donnerstag | 25. Juni

Ist das nur Vergesslichkeit oder doch schon eine Demenz? Was bedeutet eigentlich Alzheimer-Demenz? Welche unterschiedlichen Demenzerkrankungen gibt es und warum ist es wichtig, diese zu unterscheiden? Welche Untersuchungen sind erforderlich und sinnvoll?

Die medizinischen Aspekte von Demenz-Erkrankungen sind ein Dschungel aus Fachbegriffen und Informationen, die oft für Laien schwer verständlich sind. Dies führt zu Verwirrung, Unsicherheiten und Ängsten.

In diesem Vortrag werden die wichtigsten medizinischen Fakten für Sie verständlich erläutert, Sie werden einen Einblick in die Welt der medizinischen Diagnostik und Therapie bekommen und eine Grundlage des Verständnisses von Demenzerkrankungen.

Meike Jacobsen
Oberärztin in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am EVK Bergisch Gladbach


Schulungskurs „Leben mit Demenz“ für pflegende Angehörige

Der modular aufgebaute Pflegekurs bietet Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit, sich über das Krankheitsbild Demenz und die damit einhergehenden Herausforderungen zu informieren und auszutauschen. Die Schulung wird vom Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. in Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach angeboten. Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

Kurstermine
26.06.2026 | 16:00–19:00 Uhr (Module 1-2)
27.06.2026 | 16:00–19:00 Uhr (Module 3-6)
10.07.2026 | 16:00–19:00 Uhr (Module 7-8)

Anmeldung
Tel.: 0211/8791 58710 oder auf der Internetseite der AOK (Link).

Veranstaltungsort
Konferenzraum im Erdgeschoss des Psychiatriegebäudes.


Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz

Sonntag | 14. Juni 2026 | 11 Uhr
Gnadenkirche
Hauptstraße 256 | 51465 Bergisch Gladbach

Pastor Dr. Rainer Fischer, Seelsorger des Gesundheitscampus Quirlsberg, lädt ein zu einem ökumenischen Gottesdienst ohne lange Liturgie in leichter Sprache und mit viel Musik mit einfachen Liedzeilen zum Mitsingen.


Tanznachmittag

Sonntag | 21. Juni 2026 | 15 Uhr bis 17 Uhr
Großes Forum im Ärztehaus I am EVK (5.Etage)

Im Takt der Erinnerungen: Bewegung zu vertrauter Musik

Im Takt der Erinnerung bewegen wir uns zu vertrauter Musik. Wir tanzen mit und ohne Rollator oder Rollstuhl, zu zweit, im Kreis oder allein. Wie es uns gefällt. Begleitet und angeleitet von unserer Tanzpädagogin, unterstützt von Ehrenamtlichen des TV Refrath. In der Pause: Ein Imbiss mit Snacks und Getränken.


Betreuungsmöglichkeit für Demenzerkrankte

In der Senioreneinrichtung Haus Quirlsberg von Quirlsberg Pflege & Wohnen findet eine fachlich fundierte Betreuung Ihrer Angehörigen durch den sozialen Dienst statt, damit Sie in Ruhe an den Vorträgen teilnehmen können.

Anmeldung
Haus Quirlsberg
Simone Kühne (Sozialer Dienst)
Tel.: 0157 / 579 48 234
E-Mail: s.kuehne@evk.de


Weitere Informationen und Kontakt

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Meike Jacobsen (Oberärztin Gerontopsychiatrie)

Ferrenbergstraße 24
51465 Bergisch Gladbach

Tel.: 02202 / 122-3100
E-Mail: informationswochendemenz@evk.de


Kooperationspartner


Veranstaltungsort

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
EVK-Forum im Ärztehaus I (5. Etage)
Ferrenbergstraße 24
51465 Bergisch Gladbach


Anreise und Parken

Wenn Sie mit dem Pkw anreisen, empfehlen wir Ihnen unser großzügiges, mehrgeschossiges Parkhaus mit Fahrstuhl – direkt gegenüber dem Haupteingang. Mit dem öffentlichen Nahverkehr können Sie mit den
Buslinien 453, N45 und N46 bis zur Haltestelle Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach fahren.