14.01.2014

Dreidimensionale Bilder erhöhen Sicherheit für Patienten

Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach: Neuer 3-D-Laparoskopieturm – Eingriffe im Bauchraum schonender und schneller

Qualitätssprung im OP: Am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach können die Chirurgen seit neuestem gestochen scharfe Bilder aus dem Inneren des Körpers in 3-D-Qualität betrachten. Die neue Kamerageneration sorgt bei minimal-invasiven Eingriffen für viele Vorteile: „Dreidimensionale Verhältnisse werden jetzt auch dreidimensional abgebildet“, erklärt Privatdozent Dr. Christian Rudlowski, Chefarzt der Frauenklinik, „damit können wir jetzt viel plastischer sehen als zuvor.“ Und Dr. Andreas Hecker, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, ergänzt: „Jetzt haben wir eine noch bessere Vorstellung der anatomischen Verhältnisse. Dies bringt eine höhere Sicherheit für die Patienten.“ Die Ärzte tragen, genau wie im Kino, während der OPs eine 3-D-Brille. Die Neuanschaffung in Höhe von 120.000 Euro wurde durch Unterstützung des EVK Fördervereins möglich gemacht.

Immer mehr Operationen werden minimal-invasiv durchgeführt. Das heißt, durch nur bleistiftgroße Öffnungen führen die Chirurgen ihre Instrumente sowie die Kamera ein. Bislang war damit nur eine zweidimensionale Darstellung möglich. Doch dank der 3-D-Technik wird alles viel plastischer. „Das Tiefensehen ist jetzt sehr gut möglich“, erklärt Dr. Andreas Hecker. „Dadurch können wir noch präziser arbeiten“, berichtet Privatdozent Dr. Christian Rudlowski.
Mit dem neuen optischen Gerät gelange man schneller an die zu operierende Stelle, erklärt Dr. Rudlowski. Dadurch sinkt die Belastung durch Schnitte und eventuellen Blutverlust. „Wir operieren atraumatisch“, so Dr. Rudlowski. Das beschleunigt die Wundheilung und die Genesung des Patienten.

Das neue Gerät wird von der Frauenklinik sowie der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie genutzt. „Gerade gestern habe ich damit eine Gebärmutterentfernung durchgeführt“, berichtet Privatdozent Dr. Rudlowski, während Dr. Hecker aus seinem Bereich möglich Eingriffe benennt: Entfernung von Blinddarm, Gallenblase und tumorbefallener Teile des Dickdarms.
„Dieses neue Gerät bringt einen Qualitätssprung in der Versorgung unserer Patienten mit sich“, erklärt EVK-Geschäftsführer Dr. Harald Januschewski und dankte dem Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach für die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung des Geräts. Die Vorsitzende des Fördervereins, Cornelia Lübbe-Roggen, betonte, dass gerade in einem konfessionellen Haus wie dem EVK die Ausstattung mit Hightech-Geräten eine ideale Ergänzung zur gelebten menschlichen Zuwendung zum Patienten darstellt.

Ein wichtiger Trend zeichnet sich ab: Dank der immer brillanteren Darstellungsmöglichkeiten und ausgefeilteren OP-Instrumente werden am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach immer mehr Eingriffe künftig minimal-invasiv möglich sein.

BU: Der neue 3-D-Laparoskopieturm überträgt dreidimensionale, gestochen scharfe Bilder aus dem Bauchraum, die sich die beiden Chefärzte, Privatdozent Dr. Christian Rudlowski (links) und Dr. Andreas Hecker, seit neuestem ansehen können. Cornelia Lübbe-Roggen, Vorsitzende des EVK-Fördervereins, hat sich für die Anschaffung stark gemacht. (Foto: EVK)