Der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ der ADAC-Luftrettung auf der Hubschrauber-Landesstelle des EVK Bergisch Gladbach (Foto: Daniel Beer).
02.10.2025 Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach

Verlegung per Hubschrauber: Notfallteam des EVK identifiziert Aortendissektion

Dank strukturierter Notfalldiagnostik und einer professionellen Landestelle am EVK konnte ein 50-jähriger Notfallpatient mit gerissener Hauptschlagader schnell per Hubschrauber an die Uniklinik Köln verlegt werden.

Hubschraubereinsatz auf dem Quirlsberg: Ein 50-jähriger Patient wurde am frühen Donnerstagmorgen mit Verdacht auf einen Herzinfarkt per Rettungswagen in die Zentrale Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) eingeliefert. „Dank des eingespielten Notfallteams sowie schneller und präziser Diagnostik stellte sich die Erkrankung als Aortendissektion – ein Riss der Hauptschlagader – heraus“, berichtete der Dr. med. Andreas Hecker, Ärztlicher Direktor des EVK. „Dabei besteht akute Lebensgefahr.“

Innerhalb kürzester Zeit wurde die Verlegung des Patienten an die Uniklinik Köln organisiert. Den Transport übernahm der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ der ADAC-Luftrettung, der auf der PIS-Landestelle (Landestelle im öffentlichen Interesse) des EVK landete. Diese entspricht den aktuellen Anforderungen der Luftfahrtbehörden und ermöglicht den Pilotinnen und Piloten eine sichere Landung.

„Der Fall hat die Stärken unserer Zentralen Notaufnahme unter Beweis gestellt: Schnelle Beurteilung, gezielte Bildgebung und eine interdisziplinäre Abstimmung zur notwendigen Behandlung“, so Dr. Hecker. „So konnten wir sehr schnell die richtige Diagnose stellen und die Verlegung an das spezialisierte Zentrum der Uniklinik Köln veranlassen, wo bereits während des Anflugs die Operation vorbereitet wurde.“

Die sichere Landung des ADAC-Hubschraubers direkt am Krankenhaus beschleunigte den Transfer zusätzlich. „Eine verlässliche und geprüfte Landestelle unmittelbar am Klinikum spart wertvolle Minuten und erhöht die Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie für die Einsatzkräfte“, betont Dr. Hecker.

In den vergangenen Jahren hat das EVK seine Notfallversorgung weiterentwickelt: Die Zentrale Notaufnahme wurde personell und strukturell ausgebaut. Zusätzlich steht die Verlegung der KV-Notfallpraxis vom benachbarten Marien-Krankenhaus auf den Quirlsberg ins EVK kurz vor dem Abschluss. „Damit bündeln wir die Anlaufstellen für akute Hilfe auf dem Gesundheitscampus und schaffen eine noch effizientere Versorgung für die Bevölkerung“, erläutert Sebastian Haeger, Geschäftsführer des Gesundheitscampus Quirlsberg.

Haeger betont: „Wir verstehen uns als erste und verlässlichste Anlaufstelle für Notfälle in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis.“ Gleichzeitig dankt er den Partnern: „Die Einrichtung unserer Hubschrauber-Landestelle wurde maßgeblich von der Bundespolizei und der ADAC-Luftrettung begleitet und unterstützt. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.“

Mit Blick auf die jüngsten Diskussionen um die Neuordnung von Notfallbereichen unterstreicht Haeger die Rolle des EVK in der Notfallversorgung: „Entscheidend ist, dass der Rettungsdienst weiterhin ins nächstgelegene geeignete Krankenhaus fährt. Und das ist bei vielen Fällen in Bergisch Gladbach und Umgebung das EVK.“

Text: Daniel Beer