16.10.2017 Evangelisches Krankenhaus

Neues Gerät misst gleichzeitig Herz- und Lungenfunktion

Kardiorespiratorische Spiroergometrie als weiteres diagnostisches Werkzeug in der Pneumologie im Einsatz.

Es erinnert an einen Hometrainer, kann aber natürlich viel mehr. An der Klinik für Innere Medizin und Pneumologie am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach ist seit kurzem ein neues Gerät zur kardiorespiratorischen Spiroergometrie im Einsatz. „Wir können damit die Frage beantworten, ob die Symptome der Patienten ihre Ursache eher in Erkrankungen der Lunge oder des Herzens haben“, erklärt Chefarzt Dr. med. Thomas Stevens und nennt die Luftnot als ein Beispiel. Ein anderes Anwendungsgebiet sind Risikoabschätzungen bei Patienten mit Lungenkrebs. Hier hilft das neue Gerät bei der Beantwortung der Frage, ob der Betroffene überhaupt operiert werden kann und wie viel von der Lunge entfernt werden könnte.

Die Untersuchung dauert rund 20 Minuten und findet stets unter ärztlicher Aufsicht statt. Denn bei der kardiorespiratorischen Spiroergometrie werden die Patienten schrittweise an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geführt. Zwei Messbereiche werden gleichzeitig abgedeckt. Zum einen findet ein Belastungs-EKG zur Ermittlung der Herztätigkeit statt. Und mit Hilfe der Atemmaske, die die Patienten tragen, kann gemessen werden, wie viel Sauerstoff der Körper aufnimmt und wie viel Kohlendioxid er wieder abgibt. Den Mediziner interessiert vor allem, wo die anaerobe Schwelle liegt, wie Dr. Stevens darlegt: „Mit dem neuen Gerät haben wir nun ein weiteres diagnostisches Tool, mit dem wir wichtige Fragestellungen weiter eingrenzen und abklären können.“