Der Auftakt war ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher fanden sich zur Matinee im neu eröffneten Brustzentrum des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach ein, um die Werke des renommierten Malers Marius Singer auf sich wirken zu lassen. Außerdem wurde ein Bild ausgewählt, das vom Brustzentrum erworben und dort ständig zu sehen sein wird. "In unregelmäßigen Abständen werden wir zukünftig kleine Ausstellungen und Veranstaltungen für unsere Patientinnen und Patienten präsentieren", kündigte Prof. Dr. Christian Rudlowski an.
Der Chefarzt der Frauenklinik am EVK fühlt sich gemeinsam mit seinem Team aus Ärzten und Pflegekräften den Patientinnen und Patienten verantwortlich, deshalb soll deren Zeit am EVK so angenehm wie möglich gestaltet werden. Hierbei ginge es nicht nur um die bestmögliche medizinische Versorgung, sondern auch darum, dass sich die Patientinnen und Patienten wohl fühlen. "Die Gestaltung der Räume des Brustzentrums und das Ambiente sind uns ein besonderes Anliegen. Deshalb freuen wir uns, etwas Kunst in unsere Räumlichkeiten zu bringen", so Prof. Rudlowski, der sich erfreut darüber zeigte, dass die Auftaktveranstaltung auf so große Resonanz stieß.
Marius Singer wurde 1959 in Bergisch-Gladbach geboren. Er studierte Freie Kunst an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln, hielt sich zu Studienaufenthalten in Italien, Frankreich, Australien und Südafrika auf. Singer wurde mit Stipendien und Kunstpreisen ausgezeichnet. Seine Werke hängen in Kunstsammlungen in aller Welt. Er lebt und arbeitet in Erpel. Der Künstler besticht in seinen Bildern und Plastiken durch Kraft und Energie sowie Sensibilität und Reflexion.
Nach der mit viel Sachverstand vorgetragenen Einführung in das Werk durch Prof. Dr. Albert Becker, Bonn, wies Marius Singer auf seine ganz besondere Beziehung zu Bergisch Gladbach und speziell zum EVK hin. Nicht nur, weil der Künstler gebürtiger Gladbacher ist und ganz in der Nähe des EVK aufwuchs, sondern auch weil er im jugendlichen Alter nach einem Sportunfall dort stationär behandelt wurde. "Also ein später künstlerischer Dank verbunden mit dem Wunsch, vielleicht ein wenig zurückgeben zu können mit der Erinnerung an eine unbekümmerte Zeit."
Als ihn die Anfrage zur Matinee mit kleiner Kunstausstellung erreichte, hat er sofort zugesagt, sich die Räumlichkeiten angesehen und intensiv auf sich wirken lassen. "Im Atelier habe ich dann zwei noch nicht vollendete Bilder unter diesen Eindrücken zu Ende gemalt und mich dabei speziell in diesen Raum und diese Situation der Patientinnen versetzt." Insbesondere die beiden, nahezu an der Abstraktionsgrenze ausgeführten Landschaften seien verborgene, dennoch spürbare Kraftfelder mit viel unmittelbarer positiver Energie. "Vor allem das von den Matinee-Besuchern mit Abstand auserkorene Werk mit mehrschichtigen luziden Farbaufträgen in Pastell-Tönen lädt zum visuellen Verweilen, Sich-Ruhend-Verlieren und Positiv-Denken ein. Es wäre mein größter Wunsch, wenn möglichst viele Patientinnen diese in den Strukturen und Farben angelegten Eigenschaften beim Genesungsprozess für sich entdecken könnten", so Marius Singer.